Umsatz und Ergebnis gesteigert
Energieversorger EnBW legt kräftig zu

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) hat erstmals bereits nach drei Quartalen einen Vorsteuergewinn von einer Milliarde Euro eingefahren. Auch beim Umsatz hat Deutschlands viertgrößter Energiekonzern EnBW gepunktet.

HB FRANKFURT. Die Erlöse stiegen in den ersten neun Monaten um 25 Prozent auf 9,46 Mrd. Euro, wie der Karlsruher Versorger am Mittwoch mitteilte. Dazu trugen unter anderem steigende Strompreise und die Einbeziehung der Stadtwerke Düsseldorf in die Unternehmensbilanz bei. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) erhöhte sich um zehn Prozent auf 1,15 Mrd. Euro. Vor Steuern erreichte die Energie Baden-Württemberg (EnBW) eine Gewinnsteigerung um 14 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro.

„Die Milliardengrenze zu überspringen haben wir in diesem Jahr schon nach drei Quartalen geschafft und nicht erst nach vier Quartalen“, sagte Vorstandschef Utz Claassen. „Wir haben alle unsere Ertragsziele übertroffen.“ Unter dem Strich blieben als Ergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten 587,8 Mill. Euro, 17 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Konzern habe sein Ziel einer nachhaltigen Kostensenkung von einer Milliarde Euro bereits erreicht, und zwar schneller und früher als geplant. Dies sei kein Geschenk des Marktes. Der Umsatz legte von Januar bis Oktober um 25,2 Prozent auf 9,462 Mrd. Euro zu.

Die aus der Senkung der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur resultierenden regulatorischen Einflüsse und Belastungen hätten das Ergebnis der ersten neun Monate des Jahres 2006 noch nicht wesentlich beeinflusst. Weiter positiv habe sich auch die Eigenkapitalquote der EnBW entwickelt: Sie erhöhte sich auf 14,7 Prozent und lag damit auf vergleichbarer Basis um knapp zwei Prozentpunkte höher als zum Jahresende 2005.

Im Gesamtjahr rechnet Claassen ebenfalls mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Zum Wachstum sollen auch weitere Zukäufe beitragen. Die Aktionäre will EnBW mit einer höheren Ausschüttung an den steigenden Gewinnen beteiligen. Der Konzern bekräftigte, dass die Dividende auch 2006 um 20 Prozent steigen soll. Für das vergangene Jahr hatte EnBW 88 Cent je Aktie gezahlt, die zu 90 Prozent den Großaktionären Electricite de France EDF und OEW zufließt.

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