Umsatz und Gewinn 2003/04 deutlich gesteigert
Mitsubishi Fuso vor derzeit unüberschaubaren Kosten

Der japanische Lkw-Hersteller Mitsubishi Fuso hat im vergangenen Geschäftsjahr bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Angesichts der massiven Qualitätsprobleme sieht sich das zu Daimler-Chrysler gehörende Unternehmen derzeit aber nicht in der Lage, eine genaue Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 abzugeben.

HB TOKIO. Mitsubishi Fuso hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (31.März) den Umsatz um 23 % auf 894 Mrd. Yen (6,94 Mrd. Euro) gesteigert. Wie die Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corp. (MFTBC) am Mittwoch in Tokio mitteilte, vervierfachte sich der operative Gewinn nahezu auf 32,4 Mrd. Yen nach 8,6 Mrd. Yen im Vorjahr. Der Nettogewinn verbesserte sich ebenfalls deutlich auf 17,5 Mrd. Yen (Vorjahr: 1,5 Mrd. Yen). Der Absatz stieg weltweit um 24 % auf 193 000 Fahrzeuge. Vor allem in Japan gab es ein kräftiges Nachfrageplus von 48 %, das auf schärfere Abgasbestimmungen im Land zurückgeführt wurde.

„Während unseres ersten Jahres als eigenständiges Unternehmen, war Mitsubishi Fuso in der Lage, seine Geschäfte grundlegend zu verbessern“, kommentierte Vorstandschef von Mitsubishi Fuso, Wilfried Porth, die Ergebnisse. Mitsubishi Fuso war im Januar 2003 von der Muttergesellschaft Mitsubishi Motors Company (MMC) ausgegründet worden. Daimler-Chrysler hält an dem Lkw-Bauer einen Anteil von 65 %.

Mitsubishi Fuso und Mitsubishi Motors stehen nach jahrelanger systematischer Vertuschung von Qualitätsmängeln schwer unter Druck. Zehn Manager, darunter der einstige MMC-Präsident Katsuhiko Kawazoe, sitzen in Untersuchungshaft. Erst am Montag hatte Mitsubishi Fuso 450 000 Fahrzeuge zu einer Notfallinspektion in die Werkstätten zurückgerufen.

Mitsubishi Fuso will seine Materialkosten bis 2005 um 20 % senken und wird zwischen 2003 und 2005 seine Investitionen auf 200 Mrd. Yen steigern, 50 % mehr als in den vorangegangenen drei Jahren. Wegen der noch unübersehbaren Kosten der Rückrufaktionen machte das Unternehmen keine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Die Sanierung der vertuschten Mängel stelle den Nutzfahrzeughersteller vor enorme Probleme, erklärte CEO Wilfried Porth bei Vorlage der Zahlen. Das Unternehmen versprach erneut lückenlose Aufklärung und Behebung der in der Vergangenheit vertuschten Qualitätsmängel. Die ergriffenen Maßnahmen dürften die Absatzentwicklung in Japan im laufenden Geschäftsjahr beeinträchtigen.

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