Umsatz und Gewinn gesteigert
Qiagen plant weitere Zukäufe

Das Biotechunternehmen Qiagen hat im vierten Quartal 2006 bei kräftigen Umsatzzuwächsen operativ mehr verdient als vor Jahresfrist. Für die Genom- und Proteinforschung kündigte Qiagen weitere Zukäufe an – und setzt auf neue Produkte.

HB FRANKFURT. Die Erlöse seien von Oktober bis Dezember um 21 Prozent auf 125,9 Millionen Dollar geklettert, teilte Qiagen am Montag nach Börsenschluss mit. Der Betriebsgewinn vor Sonderposten - wie Akquisitions- und Restrukturierungskosten - erhöhte sich um rund neun Prozent auf 33,4 Millionen Dollar und traf damit fast punktgenau die Analystenerwartungen.

Nach Sonderposten legte der Betriebsgewinn im Schlussquartal nur auf 26,9 von 26 Millionen Dollar zu. Vor allem Kosten für die Übernahme der US-Diagnostikfirma Genaco verhinderten einen stärkeren Anstieg. Der bereinigte Gewinn stieg um knapp 23 Prozent auf 24,4 Millionen Dollar, je Aktie lag er bei 0,16 Dollar. Nach Sonderposten verblieb noch ein Gewinn je Aktie von 0,13 (Vorjahreszeitraum 0,11) Dollar.

Für das laufende Jahr stellte Qiagen einen Umsatzanstieg auf 518 bis 535 (2006: 466) Millionen Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,60 bis 0,63 (0,56) Dollar in Aussicht. Dabei plant der Hersteller von Analysezubehör für die Genom- und Proteinforschung weitere Zukäufe.

„Wir haben eine starke Bilanz, die uns das komplette Spektrum von kleinen bis zu großen Akquisitionen ermöglicht. Wichtig ist, dass Akquisitionen passen und gewinnerhöhend sind und wenn das eine große ist, dann umso besser“, sagte Qiagen-Finanzvorstand Roland Sackers.

In den vergangenen zwei Jahren hatte Qiagen zehn Zukäufe unter Dach und Fach gebracht und in diesem Tempo soll es weiter gehen, wie Sackers betonte. „Akquisitionen sind Teil unserer Strategie.“ Mittelfristig werde dies zu einem jährlichen erwarten Umsatzwachstum inklusive Akquisitionen von 15 bis 20 Prozent führen. Größere Akquisitionen würden sicherlich zu mehr Wachstum führen, sagte der Manager.

Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte Qiagen aus alleiniger Kraft einen Umsatzanstieg von elf Prozent, Akquisitionen steuerten ein Plus von sechs Prozent bei. Starkes Wachstum habe Qiagen in den Bereichen molekulare Diagnostik und angewandte Testverfahren verzeichnet. Aber auch der asiatische Markt habe sich mit einem Umsatzanstieg von 66 Prozent alleine im vierten Quartal erneut als Wachstumstreiber erwiesen. Insgesamt habe Qiagen im vergangenen Jahr 67 neue Produkte auf den Markt gebracht, die bereits vier Prozent zu den Erlösen beigetragen hätten. Im laufenden Jahr solle der Beitrag neuer Produkte noch stärker ausfallen.

„Mit einer gut gefüllten Pipeline neuer Produkte haben wir eine starke Basis für unser Wachstum in 2007 und darüber hinaus geschaffen“, erklärte Qiagen-Vorstandschef Peer Schatz. Kräftige Nachfrage verzeichnet Qiagen nach den Sackers Worten derzeit bei seiner neuen Technologieplattform „QIACube“, die einen automatischen Einsatz vieler Produkte des Unternehmens ermögliche.

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