Umsatz und Gewinn steigen dank Auslandsgeschäft
Jungheinrich verdoppelt Gewinn

Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich lässt seine Aktionäre an seinem gestiegenen Gewinn teilhaben. Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll erhöht werden. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze abgebaut.

HB Reuters. Für 2005 zeigte sich die im Kleinwerteindex SDax notierte Gesellschaft zuversichtlich, den Absatz dank eines kräftigen Auslandsgeschäfts weiter steigern zu können. Durch weitere Rationalisierungen sollen im Inland gleichzeitig 150 Arbeitsplätze wegfallen, teilte Jungheinrich am Dienstag mit.

Der Reingewinn sei 2004 auf 46 Millionen Euro gestiegen und habe sich damit zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) erhöhte sich gleichzeitig um 6,2 Prozent auf 83 Millionen Euro. „Jungheinrich hat im fünften Jahr in Folge das operative Ergebnis steigern können“, sagte Vorstandschef Cletus von Pichler bei der Bilanzvorlage in Hamburg. Der Hauptversammlung am 7. Juni solle eine Erhöhung der Dividende um je drei Cent auf 0,42 Euro je Stamm- und auf 0,48 Euro je Vorzugsaktie vorgeschlagen werden.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erhöhte sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 424 Millionen Euro, wie Jungheinrich weiter mitteilte. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 359 Millionen Euro. „Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte zu einem weiteren Anstieg des weltweiten und europäischen Marktvolumens für Flurförderzeuge führen und Jungheinrich zusätzliche Absatzchancen eröffnen" sagte Pichler, "wir sehen mit großer Zuversicht der weiteren Geschäftsentwicklung entgegen.“

Mit der Gewerkschaft einigte sich Jungheinrich auf ein Sparpaket. Bis 2007 sollen demnach rund 150 Arbeitsplätze abgebaut werden. Konzernweit beschäftigt Jungheinrich 9000 Mitarbeiter, davon 4500 im Inland. Für das Hauptwerk in Norderstedt seien weit reichende Strukturmaßnahmen beschlossen worden, deren Umsetzung im laufenden Jahr beginnen solle, hieß es. Die Höhe der erwarteten Einsparungen nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Jungheinrich hatte bereits Anfang März auf Grundlage vorläufiger Zahlen mitgeteilt, dass der Betriebsgewinn das Vorjahresniveau von 78 Millionen Euro übertroffen habe. Darin seien Belastungen in Höhe von drei Millionen Euro aus der Schließung eines Montagewerks in der spanischen Hauptstadt Madrid bereits enthalten.

Die Jungheinrich-Aktie legte am Vormittag 1,6 Prozent zu auf 16,10 Euro.

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