Umsatz- und Gewinnrückgang
2005 endete für Pfizer doch noch gut

Im abgelaufenen Jahr hat der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer deutlich weniger Gewinn erzielt als noch 2004. Die Erwartungen der Analysten wurden dennoch übertroffen. Die Aktie stieg daher vorbörslich deutlich.

HB NEW YORK. Der Absatz wichtiger Medikamente sei langsamer gestiegen als erwartet, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Außerdem wachse der Druck durch wirkstoffgleiche Nachahmer-Arzneimittel - so genannte Generika. Diese Belastungen hätten auch neu am Markt platzierte Medikamente nicht ausgleichen können.

Pfizer verdiente mit 8,1 Mrd. Dollar (6,7 Mrd Euro), 29 Prozent weniger als 2004. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 51,3 Mrd. Dollar. Pfizer hat parallel dazu seine Kosten um 800 Mill. Dollar gesenkt, doppelt so stark wie ursprünglich angepeilt. Im Schlussquartal sackte der Umsatz sogar um neun Prozent auf 13,6 Mrd. Dollar ab. Der Gewinn betrug mit 2,7 Mrd. Dollar drei Prozent weniger als im vierten Quartal 2004.

„2005 war eines der schwierigsten Jahre seit Gedenken, doch endete es gut“, erklärte Pfizer-Konzernchef Hank McKinnell. Er will das Unternehmen durch Wachstum mit den vorhandenen Medikamenten und durch Investitionen in neue vielversprechende Arzneimittel vorantreiben. Allerdings laufen in den kommenden Jahren mehrere wichtige Patente bei Pfizer und anderen großen Pharmafirmen aus, was den Druck durch Generika noch verschärfen dürfte.

Auch der stark rückläufige Verkauf des Schmerzmittels Celebrex und die Rücknahme des Schmerzmittels Bextra vom Markt hätten die weltweiten Umsätze um 5,7 Mrd. Dollar verringert, sagte die Präsidentin der Pharmasparte Karen Katen. Deshalb sei der Pharmaumsatz um 1,8 Mrd. Dollar gesunken. Auch der Absatz des Cholesterin-Senkers Lipitor legte zum Jahresende nur noch um drei Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar zu. Im vorherigen Jahresverlauf lag der Anstieg noch bei zwölf Prozent. Vom Potenz-Medikament Viagra wurde 2005 zwei Prozent weniger verkauft.

Pfizer plant den Kauf von Anteilen am inhalierbaren Insulin- Medikament Exubera von Sanofi-Aventis und einer dazugehörigen Produktionsstätte in Frankfurt, die den beiden Unternehmen gemeinsam gehört. Die Pfizer-Aktien legten vorbörslich um 2,78 Prozent auf 24,76 Dollar zu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%