Umsatz von 370 bis 380 Millionen Dollar für 2004/05 erwartet
Laserhersteller Rofin-Sinar verdoppelt Gewinn

Der deutsch-amerikanische Laserhersteller Rofin-Sinar Technologies hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2003/04 mehr als verdoppelt. Grund dafür ist ein starkes Schlussquartal.

HB FRANKFURT. Auch für 2004/05 zeigte sich das deutsch-amerikanische Unternehmen zuversichtlich. An der Börse schloss die Rofin-Aktie 9,7 Prozent höher bei 28,20 Euro und war damit der größte Gewinner im Technologieindex TecDax.
„Die hauptsächlichen Gründe für unseren Erfolg liegen in der starken Nachfrage nach Lasern für Markier- und Micro-Anwendungen und in unserer äußerst positiven Umsatzentwicklung in Nordamerika und Asien“, erläuterte Vorstandschef Peter Wirth. Das zurückliegende Jahr sei unter anderem durch starke Geschäfte mit der Halbleiter- und Elektroindustrie geprägt gewesen.

Nach Steuern erhöhte der Hersteller von Lasern für die industrielle Materialbearbeitung im am 30. September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2003/04 den Gewinn um 112 Prozent auf 32,43 Millionen Dollar. Dabei kletterte der Nettogewinn im vierten Quartal auch dank positiver Währungseffekte durch den schwachen Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 192 Prozent auf 14,2 Millionen Dollar. Der Konzernumsatz verbesserte sich 2003/04 um 25 Prozent auf 322,6 Millionen Dollar und lag damit über der erst Ende August angehobenen Umsatzprognose von 307 bis 312 Millionen Dollar.

Umsatz von 370 bis 380 Millionen Dollar für 2004/05 erwartet

Auch zur künftigen Geschäftsentwicklung äußerte sich Wirth optimistisch. „Trotz einer gegenwärtig leicht rückläufigen Nachfrage im Bereich Halbleiter sehen wir kein Indiz für einen nachhaltigen Rückgang dieses Segments“, sagte er. Den Umsatz prognostizierte Finanzchef Günther Braun für 2004/05 auf 370 bis 380 Millionen Dollar. „Das Ergebnis nach Steuern dürfte neun Prozent vom Gesamtumsatz ausmachen“, ergänzte er im Gespräch mit Reuters. Nach den jüngsten Akquisitionen von PRC Laser und Lee Laser, die erst im laufenden Geschäftsjahr voll konsolidiert würden, hält Wirth weiter nach geeigneten Übernahmekandidaten Ausschau. „Wir schauen uns immer nach Akquisitionszielen um.“

Analysten äußerten sich positiv zum Geschäftsbericht. „Das ist gigantisch. Der Überschuss im vierten Quartal liegt doppelt so hoch, wie ich erwartet hatte“, sagte Eggert Kuls von M.M. Warburg. „Allerdings sollten die guten Zahlen aus dem vierten Quartal nicht so ohne weiteres auf die kommenden Quartale übertragen werden können, da sich die Nachfrage nach Produkten aus dem Bereich Halbleiter leicht abschwächen dürfte“, gab Ansgar Rauch von der NordLB zu bedenken.

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