Umsatz von ZF stagniert
Nutzfahrzeugbranche noch nicht über dem Berg

In der Nutzfahrzeugbranche wird es nach Einschätzung des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen auch in diesem Jahr keinen Aufschwung geben.

HB/dpa FRIEDRICHSHAFEN. „Der Markt bleibt schwierig, ein Wachstum ist derzeit nicht zu erkennen“, sagte Wolfgang Vogel, Leiter der ZF-Sparte Nutzfahrzeug- und Sonderantriebstechnik, am Montag in Friedrichshafen am Bodensee. Der Höhenflug des Euro wirke sich zusätzlich negativ aus. Mit einer Besserung sei frühestens 2004 zu rechnen.

Kursbereinigt erwarte ZF wie im Vorjahr einen Umsatz von 1,5 Mrd. €, sagte Vogel. Mit einer Jahresproduktion von 360 000 Getrieben gehört ZF weltweit zu den führenden Zulieferern. Im laufenden Jahr kalkuliert das Unternehmen mit weiteren Rückgängen im seit drei Jahren schrumpfenden westeuropäischen Lkw-Markt. Leichte Zuwächse seien lediglich in Nord- und Südamerika sowie in Japan und Südkorea zu erwarten. Auch China bleibe Wachstumsmarkt.

Der ZF-Unternehmensbereich mit weltweit 7026 Mitarbeitern und 1,1 Mrd. € hat seinen Schwerpunkt am Stammsitz Friedrichshafen. Die Gesamtbelegschaft soll im laufenden Jahr um zwei Prozent schrumpfen. In Friedrichshafen wird dagegen mit einer geringfügigen Zunahme auf 4922 Beschäftigte gerechnet. Angesichts der flauen Branchenkonjunktur wurden am Bodensee die Betriebsferien um eine Woche verlängert.

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