Umsatzanstieg: Playmobil gewinnt die Mädchen für sich

Umsatzanstieg
Playmobil gewinnt die Mädchen für sich

Die jahrelangen Bemühungen, auch für Mädchen interessant zu werden, zahlen sich für Deutschlands bekanntesten Spielwarenhersteller Playmobil aus. Denn immer mehr Mädchen finden Gefallen an den Spielfiguren – das sorgt für gute Umsätze.

HB ZIRNDORF. „Früher waren wir eine reine Jungen-Marke, heute beträgt der Mädchen- Anteil bereits 35 Prozent“, berichtete Geschäftsführerin Andrea Schauer am Mittwochabend am Firmensitz Zirndorf bei Nürnberg. Nicht zuletzt dank dieser Entwicklung wuchs der Umsatz der Marke Playmobil im vergangenen Jahr erneut um 5 Prozent auf den Rekordstand von 379 Mill. Euro. Die gesamte Gruppe, die neben den Spielfiguren auch Pflanzkübel herstellt, steigerte den Umsatz um 7 Prozent auf 402 Mill. Euro.

Der Anteil am Markt der traditionellen Spielwaren in Deutschland sei von 8,4 Prozent auf „phänomenale“ 9,3 Prozent gestiegen, sagte Schauer. Dieser Anstieg sei umso höher zu bewerten, als er mit einer einzigen Produktlinie erzielt wurde. Playmobil ist unverändert die Nummer drei der Branche hinter Lego und Mattel (unter anderem Barbie).

Auch für 2007 zeigte sich die Geschäftsführerin optimistisch. Man erwarte mit Neuheiten wie Feenwelt, Zirkus und Piratenschiff erneut ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Verbesserungsfähig sei dagegen noch die Profitabilität des Unternehmens. Zahlen zum Gewinn nannte Schauer aber nicht.

Produktion in Deutschland

Die Geschäftsführerin hob hervor, dass Playmobil mit der Produktion – im Gegensatz zu zahlreichen Konkurrenten – auch künftig nicht nach China gehen werde. „Wir setzen auf Fertigung in Deutschland und Europa“, unterstrich sie. Playmobil-Alleininhaber Horst Brandstätter sagte, der Standort Deutschland habe trotz höherer Kosten Vorteile. „Wir sehen die Qualität bereits im Fertigungsprozess, nicht erst beim Empfang der Ware.“ Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahresdurchschnitt auf 2 721 (Vorjahr: 2591), davon 1 505 (1439) in Deutschland. Playmobil produziert in Nordbayern, auf Malta und in Tschechien.

Der Auslandsanteil am Umsatz betrug 60 (Vorjahr: 59) Prozent. Besonders gut lief das Geschäft mit den Playmobil-Spielwelten in Frankreich. Auch auf dem schwierigen US-Markt sei man gewachsen, sagte Schauer. „Der anhaltende Erfolg ermutigt uns, jetzt auch in Richtung neuer Märkte in Osteuropa und Asien zu schauen.“ Insgesamt will Playmobil in 2007 weltweit 50 Mill. Euro investieren, gut drei Viertel davon in Deutschland.

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