Umsatzbedeutung der klassischen Werbung wächst: Ogilvy-Gruppe stagniert in Deutschland

Umsatzbedeutung der klassischen Werbung wächst
Ogilvy-Gruppe stagniert in Deutschland

Die Werbeagentur Ogilvy hat 2004 in Deutschland einen Umsatz auf Vorjahresniveau erzielt. Das sagte Lothar S. Leonhard, CEO und Chairman der deutschen Ogilvy-Gruppe gestern bei der Jahrespressekonferenz. Konkrete Umsatzzahlen darf Leonhard wegen der Bestimmungen des Sarbanes-Oxley-Acts nicht nennen.

tel HB FRANKFURT/M. Insgesamt dürfte sich das Geschäftsvolumen aber leicht über dem des Jahres 2002 bewegen, für das die Gruppe 701 Mill. Euro betreute Werbegelder und 105 Mill. Euro Honorarumsatz gemeldet hatte. 2003 war die Agenturgruppe leicht gewachsen. Die Gewinnmarge konnte die Agentur – nach den Äußerungen Leonhards zu schließen – auf dem Niveau der Vorjahre halten. Sie lag 2002 bei 2,6 Prozent bezogen auf die Summe der betreuten Werbegelder.

Die zum britischen Werbekonzern WPP gehörende Agenturgruppe konnte 2004 im klassischen Geschäft mit TV- und Printwerbung zulegen. Der Umsatzanteil dieses Bereiches stieg bei Ogilvy Deutschland von 60 auf 63 Prozent. Dazu beigetragen haben neue internationale Kunden, wie BP oder Kraft Foods. Im Dialogmarketing belasteten dagegen 2004 rückläufige Online-Umsätze das Geschäft, der Umsatzanteil dieses Bereiches sank von 34 auf 31 Prozent.

Die Ogilvy-Gruppe in Deutschland ist nach den letzten verfügbaren Zahlen die fünftgrößte deutsche Agenturgruppe. Gemessen an der Zahl der Kreativpreise konnte sich Ogilvy 2004 im Kreativranking des Branchenblatts Horizont vom dritten auf den zweiten Platz nach Jung von Matt vorarbeiten.

Im laufenden Jahr erwartet Leonhard Zuwächse in erster Linie aus dem internationalen Geschäft, das mittlerweile rund 57 Prozent Anteil an den Honorareinnahmen hat. Im deutschen Markt schrumpfe das Nachfragepotenzial und auch der Druck auf die Preise halte an, sagte Leonhard. Der Vertrag des 62-Jährigen, der Ogilvy Deutschland seit 1990 führt, läuft Ende Mai aus. Sowohl WPP als auch er wollen aber weiter zusammenarbeiten, sagte Leonhard dem Handelsblatt.

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