Umsatzeinbrüche
Chemieumsätze sinken um ein Viertel

Die Chemiebranche hat gerade eines ihrer schlechtesten Quartale überhaupt hinter sich. Doch nach dem scharfen Einbruch in den letzten Monaten zeichnet sich jetzt zumindest eine Stagnation auf extrem niedrigen Niveau ab.

FRANKFURT. In der deutschen Chemieindustrie ist das Geschäft im ersten Quartal 2009 offenbar noch schlechter gelaufen als bisher erwartet. Darauf deuten interne Daten des Branchenverbandes VCI, die dem Handelsblatt vorliegen.

Demnach lagen die Umsätze der Branche im Januar und Februar noch deutlich unter den ohnehin bereits schwachen Werten der beiden Vormonate. Die Produktion bewegte sich auf dem niedrigen Dezemberniveau und lag damit um knapp 20 Prozent unter Vorjahr.

Die aktuelle Lage wird laut VCI weiterhin als schlecht beurteilt, allerdings erholten sich die Geschäftserwartungen leicht. Sofern der Produktionsstau Mitte des Jahres überwunden sein werde, könne es zu einer "Normalisierung der Produktion" kommen, heißt es im jüngsten "Chemie-Barometer" des Verbandes. Diese Hoffnung bezieht sich vor allem auf die Erwartung, dass der Lagerabbau bei den Abnehmerbranchen zum Stillstand kommt.

Laut VCI ist der Umsatz der Branche einschließlich Pharma im Januar und Februar um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Rechnet man den nahezu stabilen Pharmasektor heraus, lagen die Chemieerlöse sogar um 27 Prozent unter Vorjahresniveau. Einzelne Segmente wie Petrochemikalien und Kunststoffe verbuchten Einbußen von mehr als einem Drittel.

Damit deuten sich für die meisten Chemiefirmen extrem schlechte Zahlen für das erste Quartal an. Wie pessimistisch die Lage von vielen eingeschätzt wird, zeigen auch die jüngsten Äußerungen von BASF-Chef Jürgen Hambrecht. "Ich gehe davon aus, dass die schlimmsten Zeiten noch vor uns liegen", sagte Hambrecht dem "Manager-Magazin". Der Chef des weltgrößten Chemiekonzerns rechnet nicht vor Mitte oder Ende 2010 mit einer durchgreifenden Verbesserung der Konjunktur.

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