Umsatzeinbrüche
Peugeot streicht bei Opel und GM

Es läuft nicht rund bei PSA. Der französische Autobauer hinkt den eigenen Umsatzzielen hinterher – und sucht nun nach Einsparpotenzial. Das findet sich offenbar in den Kooperationen mit Opel und General Motors.
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ParisDer taumelnde französische Auto-Hersteller PSA Peugeot Citroen will die Allianz mit der Opel-Mutter General Motors (GM) eindampfen. Der 1810 gegründete Konzern, in dem die Familie Peugeot noch immer eine starke Rolle spielt, stellte am Mittwoch die gemeinsame Entwicklung von Kleinwagen mit dem US-Partner auf den Prüfstand. Als Folge könnten die erwarteten Milliarden-Einsparungen nach unten korrigiert werden, hieß es. Branchenkenner interpretierten dies als ersten Schritt zur Vorbereitung eines Partnerwechsels. Reuters hatte unlängst von Insidern erfahren, dass der chinesische Staatskonzern Dongfeng und der französische Staat bei Peugeot einsteigen wollen.

„Das hört sich an, als wenn zwei Partner ihre Allianz auflösen wollen“, sagte Frank Schwope von der NordLB. „Es sieht so aus, dass Dongfeng der bessere Partner für Peugeot ist als Opel/GM“, fügte der Auto-Analyst hinzu. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach geht davon aus, dass Peugeot und GM ihre erst vor zwei Jahren mit großen Erwartungen eingeläutete Zusammenarbeit zunächst auf kleiner Flamme fortführen wollen. Die anfangs angedachte Erweiterung ist vom Tisch. „Peugeot braucht einen strategischen Partner. Das läuft mit GM nur ganz begrenzt“, so der Wissenschaftler.

Peugeot und Opel leiden massiv unter der Dauerkrise am europäischen Automarkt. Während sich die Rüsselsheimer Marke mit dem Blitz dank neuer Modelle zuletzt stabilisierte, ging die Talfahrt bei den Franzosen weiter. Der Absatz von PSA schrumpfte nach Daten des europäischen Herstellerverbandes ACEA im September in der EU gegen den Trend um drei Prozent. Der Marktanteil der Gruppe, die in Europa mit einigem Abstand auf Rang zwei hinter Marktführer Volkswagen liegt, sackte seit Jahresbeginn um fast einen Punkt auf 10,9 Prozent ab.

Entsprechend gravierend sind die Folgen in der Bilanz: Der Umsatz der Autosparte sank im dritten Quartal um 5,8 Prozent und liegt nur noch leicht über acht Milliarden Euro. Über alle Segmente hinweg, zu denen auch der Zulieferer Faurecia und die Finanzsparte gehören, schrumpften die Erlöse um 3,7 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte Peugeot einen Verlust von fünf Milliarden Euro verbucht und legte ein radikales Sparprogramm auf, dem Tausende Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

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  • Das Beste, was Peugeot passieren kann.
    Konnte nie begreifen, wie sich ein gestandenes Unternehmen so einem Häscher wie GM an den Hals werfen kann.
    Wo GM war, gibts nacher nur noch Öde, verbrannte Erde und beschissene Partner.

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