Umsatzeinbußen bei Merck und Schering-Plough
US-Konzerne schwächeln in einem starken Pharma-Umfeld

Mit relativ kräftigem Wachstum ist die Pharmabranche ins neue Jahr gestartet. Das untermauern Marktstatistiken wie auch eine Reihe von Unternehmensdaten. Immerhin acht der zwölf größeren Pharmakonzerne, die bislang Quartalszahlen vorlegten, verbuchten in den ersten drei Monaten zweistellige Wachstumsraten auf währungsbereinigter Basis.

FRANKFURT/M. Sie haben damit stärker zugelegt als der Gesamtmarkt, der nach jüngsten Daten von IMS mit einer Rate von etwa acht Prozent expandiert.

Grundlage dafür ist die nach wie vor positive Entwicklung des US-Marktes und das weitere Vordringen einiger wichtiger Produktgruppen. Dazu gehören unter anderem eine Reihe innovativer Krebsmedikamente, Psychopharmaka, moderne Blutdrucksenker im Herz- Kreislaufbereich und auch die Cholesterinsenker, deren Nutzen jüngst durch neue Studien untermauert wurde.

Die Performance der Pharmakonzerne hängt also maßgeblich davon ab, wie stark man mit patentgeschützten Produkten in diesen großen Kategorien vertreten ist. Und die Unterschiede innerhalb der Branche sind in dieser Hinsicht weiter erheblich. Das bestätigten gestern die relativ starken Zahlen von Sanofi, Novartis und Serono auf der einen, und die eher schwachen Quartalsdaten der US-Konzerne Merck & Co und Schering-Plough auf der anderen Seite.

Merck & Co, derzeit noch die Nummer drei der Branche, verbuchte im ersten Quartal einen nahezu stagnierenden Umsatz von 5,6 Mrd. $ und währungsbereinigt sogar einen Rückgang von etwa 4 %. Der leichte Gewinnrückgang auf 1,6 Mrd. $ bewegte sich im Rahmen der Erwartungen und geht vor allem auf die Ausgliederung des Pharmahändlers Merck-Medco zurück. Merck gaben in New York 48 Cent auf 46,02 $ nach. Der Konzern wird derzeit unter anderem durch wachsende Generika-Konkurrenz beim Bestseller Zocor (einem Cholesterinsenker) gebremst. Nach mehreren Flops in der Forschung fehlt zudem der Nachschub an neuen Produkten. Die Prognosen für das Gesamtjahr, die ein Gewinnplus von etwa 7 % vorsehen, hat der Konzern gestern aber bekräftigt.

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