Umsatzeinbußen
Continental leidet unter starkem Euro

Autozulieferer Continental rechnet durch Währungseinflüsse 2014 mit Belastungen von weiter über eine halbe Milliarde Euro. Konzernchef Degenhart sieht die EZB in der Handlungspflicht. Aber auch Conti reagiert.
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FrankfurtDer Autozulieferer Continental rechnet durch den starken Euro auch in diesem Jahr mit Einbußen beim Umsatz. „Währungseinflüsse könnten uns in diesem Jahr abermals mit rund 700 Millionen Euro beim Umsatz belasten“, sagte Conti-Finanzchef Wolfgang Schäfer in einem Interview des Magazins „Euro am Sonntag“. Das Ergebnis werde davon aber nicht beeinflusst. „Den Währungseinflüssen auf unseren Gewinn versuchen wir durch Produktion vor Ort zu begegnen.“ Die Aufwertung der europäischen Währung setzt vielen Firmen hierzulande zu, weil bei Umsätzen aus Ländern mit einer schwachen Währung nach der Umrechnung in Euro weniger bei ihnen hängen bleibt. In vielen Schwellenländern brachen die Wechselkurse in den vergangenen Monaten wegen der Spekulationen auf ein Ende der ultralockeren Geldpolitik in den USA ein.

Der Chef des Dax-Konzerns sieht zudem die Europäische Zentralbank (EZB) in der Pflicht, gegen den starken Euro aktiv zu werden. „Die EZB hat zahlreiche Möglichkeiten zu agieren“, sagte Elmar Degenhart der Zeitschrift. Japan habe den Yen geschwächt, auch die USA hätten reagiert. Europa habe dagegen zu wenig getan. Das belaste die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie.

Continental hatte 2013 seinen Umsatz auf 33,3 Milliarden Euro nach 32,7 Milliarden ein Jahr zuvor gesteigert. Erst im November hatte der Konzern wegen Währungseffekten seine Umsatzprognose leicht auf etwa 33,5 Milliarden Euro von ursprünglich 34 Milliarden zurückgenommen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) belief sich auf 3,7 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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