Umsatzeinbußen
Deutsche Industrie weiter auf Talfahrt

Die Exportschwäche hat der deutschen Industrie auch im September Umsatzeinbußen beschert. Verglichen mit dem Vorjahr sanken die Erlöse um 13,6 Prozent. Dabei gab es große Verlierer, aber auch ein paar wenige Gewinner.
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HB BERLIN. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, gaben dabei die Auslandsumsätze um 15,2 Prozent nach, im Inland lag das Minus bei 12,1 Prozent. Allerdings sind die Einbußen für die Industrie insgesamt nicht mehr so stark wie im August, als noch ein Umsatzminus von 17,3 Prozent angefallen war.

Besonders stark unter der Wirtschaftskrise leiden die Elektroausrüster mit einem Minus von mehr als einem Viertel. Im Maschinenbau sanken die Erlöse um 23,3 Prozent. Beide Branchen macht zudem besonders stark die Zurückhaltung der Kunden in Deutschland zu schaffen, während sie im Ausland geringere Einbußen verzeichneten.

Besser als im September 2008 lief es dagegen für Nahrungs- und Futtermittelkonzerne, die 0,3 Prozent mehr Umsatz erwirtschafteten. Für die ersten neun Monate des Jahres summieren sich die Umsatzeinbußen auf knapp ein Fünftel. Binnen Monatsfrist legten die Erlöse bereinigt um saisonale Effekte und Preisveränderungen dagegen um 1,8 Prozent zu und damit so stark wie im August.

Die Industrie hatte zuletzt sieben Monate in Folge mehr Aufträge erhalten und ihre Produktion deutlich stärker gesteigert als von Experten erwartet. Am Freitag werden die Daten zur Wirtschaftsleistung im dritten Quartal vorgelegt. Analysten gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Sommer um 0,8 Prozent gewachsen ist und damit deutlich an Fahrt gewonnen hat.

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