Umsatzmilliarde mit Raucherlungen-Präparat
Boehringer landet seinen ersten Blockbuster

Auch wenn Boehringer Ingelheim Deutschlands größter Pharmakonzern ist, hatte es das Unternehmen bislang nicht geschafft, mit einem Medikament mehr als 1 Milliarde Umsatz zu machen. Dank „Spiriva“ zur Behandlung der Raucherlunge hat sich das nun geändert.

HB FRANKFURT. „Wir haben Ende November mit Spiriva die Umsatzmilliarde in Dollar erreicht“, sagte eine Sprecherin von Boehringer Ingelheim am Dienstag. Spiriva ist damit der erste so genannte Blockbuster des traditionsreichen Familienunternehmens.

Das Mittel zur Behandlung der chronisch obstruktiven Bronchitis – auch als Raucherlunge bezeichnet – war 2002 in einigen europäischen Ländern, unter anderem in Deutschland, auf den Markt gebracht worden. Seit 2004 wird das Medikament, bei dem Boehringer mit dem Branchenprimus Pfizer zusammenarbeitet, auch in dessen Heimatmarkt USA verkauft. Mittlerweile ist Spiriva in mehr als 60 Ländern auf dem Markt.

Boehringer Ingelheim erwirtschaftet knapp 80 Prozent seines Pharmajahresumsatzes mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Das Unternehmen, für das 1885 Albert Boehringer mit einer Chemiefabrik in Nieder-Ingelheim den Grundstein legte, ist im Besitz von weniger als 20 Nachfahren der Gründerfamilie und damit der weltweit größte vollständig im Familienbesitz befindliche Arzneimittelhersteller.

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