Umsatzplus 2006
Oetker verkauft immer mehr Pizza

Das Geschäft mit Tiefkühl-Pizzen erweist sich immer mehr als Erfolgsrezept für das Bielefelder Familienunternehmen Dr. Oetker. Der Lebensmittelriese hat 2006 erneut ein Umsatzplus verbucht.

HB BIELEFELD. Die Erlöse stiegen im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent auf 1,47 Mrd. Euro, wie die Obergesellschaft der Sparte, Dr. Oetker GmbH, am Mittwoch in Bielefeld mitteilte. Wachstumstreiber war das Auslandsgeschäft, das schon 56 Prozent zum Umsatz der Sparte beiträgt. Außerhalb Deutschlands stiegen die Erlöse um 7,8 Prozent auf 812 Mill. Euro. Im Inland schrumpfte der Umsatz nur wegen des Verkaufs von Langnese Honig um drei Prozent auf 658 Mill. Euro. Ohne diesen Effekt hätte das Inlandsgeschäft um 1,4 Prozent zugelegt.

Bei seiner Auslandsexpansion nimmt der Konzern verstärkt Russland in den Blick. Dort steigerte das Unternehmen seine Umsätze im vergangenen Jahr bereits um 40 Prozent. „Russland war 2006 damit für uns das wachstumsstärkste Land und wird auch in Zukunft wegen der gegebenen großen Möglichkeiten für Dr. Oetker besondere Priorität haben“, sagte der Firmenchef.

Zugleich hat Oetker den britischen Marktführer für Back- und Dekorartikel, Supercook, von der schweizerischen Hero AG übernommen. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Traditionsmarke SuperCook sei zuletzt auf einen Jahresumsatz von 50 Mill. Euro gekommen. Damit wolle Oetker sein Angebot in Großbritannien deutlich ausweiten. Bisher bietet Oetker dort nur Tiefkühlpizza und Frischeprodukte an.

Wichtigstes Produkt blieb die Tiefkühl-Pizza, die in 32 Ländern erhältlich ist. In Europa sieht das Familienunternehmen sich dabei mit einem Marktanteil von gut 26 Prozent Marktführer. Das Pizzageschäft macht fast ein Drittel des Umsatzes der Sparte aus. Vier Werke in Europa produzieren täglich mehr als eine Million Pizzen.

Für das laufende Jahr rechnet die Dr. Oetker GmbH mit einem steigenden Umsatz. 2007 habe sich gut angelassen, sagte der persönlich haftende Gesellschafter August Oetker. Pizza und Fertiggerichte sollen mindestens um zehn Prozent zulegen, im Ausland noch stärker.

Die Oetker-Gruppe ist auch ein bedeutender Brauerei-Konzern, zu dem unter anderem die Radeberger-Gruppe gehört. Im Sekt- und Spirituosengeschäft ist der Konzern ebenso tätig, darüber hinaus hat er eine eigene Bank, eine Versicherung, ein Chemiewerk sowie Luxushotels. Größtes Geschäftsfeld ist aber die Schifffahrt mit der Reederei Hamburg Süd. Die gesamte Gruppe setzte 2005 gut sieben Mrd. Euro um, Zahlen für 2006 liegen noch nicht vor.

Seite 1:

Oetker verkauft immer mehr Pizza

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%