Umsatzplus für 2005 angepeilt - Ölpreise belasten
Stimmung der Sportartikelbranche hellt sich auf

Trotz anhaltender Kaufzurückhaltung erwarten die deutschen Sportartikel-Hersteller und -Händler in diesem Jahr einen Umsatzanstieg. Besonders in den Segmenten Outdoor und Fußball im Vorfeld der Sportartikel-Messe Ispo ein Riesenpotenzial gesehen.

HB MÜNCHEN. In der Mitte der laufenden Saison sei bereits ein Umsatzplus von zwei Prozent mit Sportgeräten, Schuhen und Bekleidung erzielt worden, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Sportfachhandel, Werner Haizmann, am Mittwoch in München. „Ich sehe es positiv, dass wir vielleicht Ende des Jahres mit einem Plus rauskommen.“ Neben einem Schub durch die Fußball-WM im kommenden Jahr liefen auch die Geschäfte bei Trendsportarten wie Running oder Nordic Walking gut. Die Ispo beginnt an diesem Sonntag (bis 5. Juli).

Wenn das Wetter mitspiele und sich die Stimmung beim sportlichen Verbraucher weiter aufhelle, hoffe man für 2005 mindestens auf das Vorjahresergebnis von 6,97 Mrd. €, sagte Haizmann. Allerdings belasteten die hohen Ölpreise, die möglicherweise Preisanpassungen erforderlich machten.

Die Produktion vieler Sportgeräte wie beispielsweise Skier oder Tennisschläger basiere auf Öl, erklärte Siegfried Paßreiter, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Sportartikel- Industrie. Es gebe bereits Kontingentierungen für Kunststoffe, die zur Herstellung von Freizeitartikeln verwendet werden. Hinzu kämen steigende Transportkosten durch die Rekordpreise beim Benzin. Paßreiter geht aber davon aus, dass die vor allem durch Börsenspekulation getriebenen Ölpreise mittelfristig wieder nachgeben. Während der aktuellen Kollektion ließen sich Preiserhöhungen ohnehin schwer vermitteln.

Die Fußball-WM als Großereignis werfe bereits deutlich ihre Schatten voraus, erklärten die Branchenvertreter. Nicht nur die Umsätze mit Fußball-Trikots und Bällen liefen hervorragend. „Der Fußball-Schuh ist auch ein Modeschuh geworden“, sagte Haizmann. Vor allem in der sportlichen Damen-Schuhmode lägen solche Modelle voll im Trend. Auf weiteren Rückenwind hoffe man durch das Weihnachtsgeschäft. Eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung lehnt die Branche übereinstimmend ab. „Schon die Diskussion darüber verstärkt erneut die Kaufzurückhaltung“, sagte Haizmann.

Die Ispo gilt als weltweit wichtigste Sport-Fachmesse. In diesem Jahr haben sich 1049 Aussteller aus 46 Ländern angekündigt, fast ebenso viele wie im vergangenen Jahr. Erfreulich sei, dass man einige Firmen habe zurückgewinnen können, sagte der Geschäftsführungsvorsitzende der Messe München, Manfred Wutzlhofer. Dazu zählen beispielsweise die Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin, Salewa und Lafuma.

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