Umsatzplus
Heidelberg Cement profitiert vom milden Winter

Durch die milden Temperaturen konnte dieses Jahr auch im Winter gebaut werden. Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement kann darum sein Ergebnis steigern - und damit besser abschneiden als ein neuer Konkurrent.
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StuttgartDer milde Winter und die Konjunkturerholung in Europa haben das Geschäft des Baustoffkonzerns Heidelberg Cement im ersten Quartal kräftig angeschoben. Da die Arbeit auf den Baustellen in diesem Jahr nicht so lange ruhte wie sonst, stieg der Absatz von Zement, Klinkern oder Beton um gut zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (OIBD) erhöhte sich von Januar bis März um gut acht Prozent auf 207 Millionen Euro. Einschließlich der Ergebnisse aus Beteiligungen bis 50 Prozent, die nach neuen Bilanzregeln ab diesem Jahr nicht mehr mitgezählt werden dürfen, waren es 229 Millionen Euro.

Der Umsatz kletterte um 5,7 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro, wobei durch die Euro-Stärke 221 Millionen Euro bei der Umrechnung verloren gingen. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Umsatzplus von zwei Prozent und einen Anstieg des OIBD um elf Prozent vorhergesagt. Die Kurpfälzer schlugen sich beim Umsatz damit besser als die beiden Konkurrenten Holcim und Lafarge, die sich zum weltgrößten Baustoffkonzern zusammenschließen wollen.

Holcim und Lafarge müssen einen Teil ihres Geschäfts verkaufen, wenn sie von den Kartellbehörden den Segen für ihre Fusion bekommen wollen. Gespräche laufen derzeit schon. Doch HeidelbergCement hat sich noch nicht geäußert, ob sie sich von dem zum Verkauf stehenden Geschäft eine Scheibe abschneiden wollen. Vorstandschef Bernd Scheifele könnte sich dazu auf der Hauptversammlung äußern. Seine Aussagen anlässlich der Quartalszahlen lassen keine Kauflust erkennen. Der Schuldenabbau habe weiterhin höchste Priorität, bekräftigte er.

Dafür wolle der Konzern auch die erwarteten Einnahmen aus dem geplanten Verkauf des Backstein-Geschäfts in Großbritannien nutzen, die auf mindestens eine Milliarde Euro geschätzt werden. Die Nettoverschuldung kletterte im ersten Quartal auf knapp acht Milliarden Euro - HeidelbergCement will sie mittelfristig unter 6,5 Milliarden Euro drücken.

Da mit der Konjunkturerholung in Europa nahezu alle Märkte der Heidelberger generell im Aufwind sind, gehen sie weiterhin davon aus, Umsatz und Gewinn in diesem Jahr steigern zu können. "Wir werden 2014 von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten profitieren", betonte Scheifele.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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