Umsatzplus über Marktdurchschnitt angepeilt
BASF schraubt Erwartungen hoch

BASF hat die Geschäftsziele für die kommenden Jahre weiter angehoben. Der Chemieriese will beim Umsatz sogar stärker zulegen als der gesamte Chemiemarkt.

HB FRANKFURT. Das Unternehmen erwarte eine jährliche Umsatzsteigerung von etwa zwei Prozentpunkten über dem Marktdurchschnitt, erklärte Konzernchef Jürgen Hambrecht am Montag bei einer Investorenveranstaltung in New York. Unterstützt werde das Ziel durch Investitionen von 10,7 Mrd. Euro zwischen 2007 und 2011. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll 2010 zwischen fünf und acht Mrd. Euro liegen, wie aus Hambrechts Präsentation hervorgeht. 2006 kam der Konzern auf einen Umsatz von 52,6 Mrd. Euro und ein Ebit von 6,75 Mrd. Euro.

„Die BASF hat in den zurückliegenden drei Jahren eine Prämie auf ihre Kapitalkosten verdient und will dies auch künftig erreichen, selbst in schwierigeren wirtschaftlichen Zeiten“, sagte Hambrecht. Der Konzern habe sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr in allen Segmenten mindestens die Kapitalkosten zu verdienen.

Für die kommenden Jahre geht BASF von einem rund dreiprozentigen Wachstum des weltweiten Chemiemarkts aus. Dabei traut BASF dem Katalysatorenmarkt ein jährliches Wachstum von fünf Prozent zu. In seinem mit der Übernahme von Engelhard ausgebauten Katalysatorengeschäft steuert BASF ein Umsatzplus von sieben Prozent pro Jahr an.

BASF hatte im vergangenen Jahr den US-Katalysatorenhersteller Engelhard und die Bau-Chemiesparte von Degussa erworben. Hinzu kam der US-Harzspezialist Johnson Polymer. Alle diese Geschäfte gelten als weniger anfällig für den Zyklus der Chemiekonjunktur als das klassische Chemiegeschäft.

Hambrecht will die Aktionäre mit Kurssteigerungen bei der Stange halten: In diesem und im kommenden Jahr werde BASF für drei Mrd. Euro eigene Aktien zurückkaufen. Die Dividende solle weiter erhöht werden oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres bleiben.

Hambrecht kündigte an, die Forschung an neuen Technologien auszubauen. Dazu zählen Energiemanagement, Rohstoffwandel, Nanotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und die so genannte weiße Biotechnologie, die etwa die biotechnologische Forschung an Enzymen und Aminosäuren beinhaltet. Von 2006 bis 2008 will BASF für die Forschung in diesen Bereichen mehr als 900 Mill. Euro ausgeben. Mit neuen Produkten aus diesen Bereichen will der Konzern 2010 eine halbe bis eine Milliarde Euro Umsatz erzielen. Bis 2015 soll der Umsatz auf zwei bis vier Mrd. Euro wachsen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%