Umsatzprognose bestätigt
Synthes profitiert von Übernahmen

Der Schweizer Medizinaltechnikkonzern Synthes ist im ersten Halbjahr 2004 dank der Übernahme von Mathys und neuen Produkten stark gewachsen. Das Unternehmen, das am 1. Oktober in den Schweizer Standardwerteindex SMI aufgenommen wird, erzielte im ersten Halbjahr einen Gewinn von 145,7 Millionen Dollar nach einem von Sonderkosten geprägten Verlust von 69,7 Millionen Dollar im Vorjahr,

HB ZÜRICH. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Synthes bestätigte den Ausblick: „Die Prognose von 13 bis 15 % Umsatzwachstum in Lokalwährungen 2004 und 2005 gilt weiterhin“, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Zu den Gewinnaussichten will sich das Management im Verlauf des Tages äussern.

Der Umsatz wuchs um 45,0 % auf 858,1 Mill. $. In Lokalwährungen und ohne Mathys belief sich das Wachstum auf rund 20 Prozent. Die Integration der im Februar übernommenen Mathys sei dem Terminplan weiter voraus. Im wichtigsten Bereich Trauma sei Synthes schneller als der Markt gewachsen, hiess es weiter. Das Unternehmen erreichte dies insbsondere dank dem hohen Umsatz mit Platten und Schrauben des Systems LCP sowie dem Trochanter-Fixations-Nagel.

Im Bereich Wirbelsäule hätten alle Segmente von der positiven Aufnahme von neuen Produkten profitiert. Das Wachstum des Bereichs Cranio-maxillofacial sei durch gute Ergebnisse in den Bereichen Schädelrekonstruktion und Distraktions-Osteosynthese erzielt worden. Bei Merrill Lynch hiess es, das Wachstum von Synthes habe sich vom ersten zum zweiten Quartal in Nordamerika, Europa und Asien abgeschwächt. „Dafür sehen die Margen gut aus“, sagte Daniel Jelovcan, Analyst bei Julius Bär. Analysten hatten erwartet, dass die Integration von Mathys, und die Markteinführung von neuen Produkten ihren Zoll bei den Margen fordern dürften.

Der Betriebsgewinn kletterte auf 239,6 (Vorjahr 10,8) Mill. $. Damit erreichte die operative Marge 28,1 %. Die Halbjahreszahlen lagen Rahmen der Prognosen. Analysten hatten durchschnittlich einen Umsatz von 858 Mill. $ und einen Reingewinn von 178 Mill. $ prognostiziert. In den Analysten-Schätzungen waren Posten in Zusammenhang mit der Integration Mathys von 40,9 Mill. $ nicht enthalten.

Ohne diese Posten kam Synthes auf einen Halbjahresgewinn von 186,6 Mill. $ und übertraf damit die Schätzungen leicht. An der festeren Börse kletterten Synthes im frühen Handel um 4,1 % auf 125,75 sfr. Bei der Zürcher Kantonalbank hiess es, Synthes werde mit einem Abschlag zu anderen Medizinaltechnologie-Aktien gehandelt und hätten mit den nun vorgelegten Zahlen Erholungspotential. In den vergagenen Wochen hatten die Synthes-Aktien im Gleichschritt mit US-Konkurrenten wie Stryker und Zimmer an der Börse gelitten.

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