Umsatzprognose
BSH sieht sich gut aufgestellt

Hohe Ziele: Im laufenden Jahr will Bosch Siemens Haushaltsgeräte mit zehn Milliarden Euro neue Umsatzrekorde erreichen. Möglich machen sollen das die Wachstumsmärkte in Fernost. Von dort droht aber auch Konkurrenz.
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MünchenEuropas größter Hausgerätehersteller Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) fürchtet trotz wachsender Einnahmen zunehmend die asiatische Konkurrenz. „Unsere Branche verändert sich derzeit drastisch. Wettbewerber aus Asien drängen massiv in den Markt“, sagte der scheidende BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet am Freitag. Konzerne wie Samsung, LG, Haier oder auch die türkische Koc-Gruppe drängten stark in das Geschäft mit Geschirrspülern, Waschmaschinen und Staubsaugern. Samsung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2015 auch Weltmarktführer mit der sogenannten Weißen Ware zu werden und somit an den Europäern und Amerikanern vorbeizuziehen. „Diese Unternehmen und ihre Marken haben eine nicht zu unterschätzende Kraft“, warnte Gutberlet. „Die Weiße Ware war nie eine gemütliche Branche.“

Eine Übermacht wie in der Unterhaltungselektronik, wo Koreaner ihre weltweite Konkurrenz fast restlos zermalmt haben, fürchtet der Manager allerdings nicht. Im Hausgerätegeschäfte erfordere es lokale Produkte und Produktion, mit einer zentralisierten Massenfertigung könnten die Aufsteiger nicht punkten.

Im vergangenen Jahr legte der BSH-Umsatz dank guter Geschäfte in Deutschland, China und vor allem den USA um gut ein Prozent auf 9,8 Milliarden Euro zu. Auch dank niedrigerer Steuern und Zinsen wuchs der Gewinn um ein Viertel auf 466 Millionen Euro. Über das Plus dürfen sich die beiden Mütter Siemens und Bosch freuen. Die Hälfte davon bekommen sie als Gewinnausschüttung.

Für das laufende Jahr zeigte sich Gutberlet zurückhaltend, der sein Amt im Juli an den bisherigen Chef von Giesecke & Devrient, Karsten Ottenberg, übergibt. Der Umsatz werde nach einem guten Start wohl weiter leicht steigen und organisch erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro überschreiten. Vor allem der chinesische Markt werde wieder deutlich anziehen, sagte er voraus. Das konjunkturelle Umfeld in Europa bleibe aber herausfordernd. Gleichzeitig werde BSH mit seinen nunmehr 14 Marken, die auch Label wie Gaggenau und Neff umfassen, seine Billiglinie Constructa aufpolieren. „In vielen Märkten werden preiswerte Angebote verkauft und verlangt“, sagte Gutberlet. Damit will er allerdings nicht den Asiaten Paroli bieten. Es gehe eher um Käufer von Küchenzeilen aus dem Möbelhaus in Deutschland, die samt den Schränken ohne Markenauswahl auch die Küchengeräte mitkaufen.

Auch das Thema Energieeffizienz will BSH weiter vorantreiben. Das Konzernergebnis des Unternehmens legte im vergangenen Jahr um ein Viertel auf 466 Millionen Euro zu.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Klingt alles super toll.

    Nur - warum geht der Chef von Bord?

    Am Alter kanns nicht liegen. Am Erfolg ebensowenig. Auch nicht an Erfahrung in den Märkten. Sein Unternehmen reagiert bezügl. Hr. Gutberlet auf Schenkeldruck. Alles perfekt. Selbst die Marge ist gut im Wettbewerbsumfeld.

    Vielleicht liegts an der Führungskultur seitens Bosch? Beamtenladen, schwerfällig, unpersönlich, extrem konservativ.

    Etwas für die, die früher zur Deutschen Post gingen, um dort einen SEHR sicheren Arbeitsplatz zu haben - bei SEHR guter Bezahlung.

    Diese Anfänger gehen dann heute gerne zu Bosch - der Schnarchnase am Markt schlechthin - siehe auch "Beliebteste Arbeitgeber Deustschlands"

    Bringen diese Nachwuchskräfte Bosch weiter? Die besten gehen früh, die guten etwas später und die schlechten bleiben.

    Gute Nacht, Bosch.

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