Umsatzrückgang verbucht
Grohe steigerte 2003 den Ertrag

Der Umsatz des weltweit führenden Badarmaturenherstellers Grohe ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 gesunken. Der hohe Euro-Kurs und ein schwaches Inlandsgeschäft sollen daran Schuld sein. Den Ertrag konnte das Unternehmen, das an eine Investorengruppe verkauft wird, indes steigern.

HB DÜSSELDORF. Der Umsatz sei nominell auf 884,8 (Vorjahr: 898,3) Mill. € gesunken, teilte Grohe am Freitag im sauerländischen Hemer mit. Berechnet in Landeswährungen habe der Umsatz indes um 2,5 % zugelegt. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte mit 184,6 (179,5) Mill. € auf einen Rekordwert, hieß es. Effizienzsteigerungen hätten die Profitabilität verbessert.

Wachstum konnte Grohe vor allem im Ausland erzielen: Der Anteil der außerhalb Deutschlands verbuchten Umsätze stieg um rund einen Prozentpunkt auf knapp 76 %. Allein im europäischen Ausland kletterten die Umsätze um 3,9 % auf 450 Mill. €, teilte das Unternehmen mit. Weltweit halte Grohe in seinem Kerngeschäft einen Marktanteil von zehn Prozent. Im deutschen Heimatmarkt brach der Umsatz indes weiter ein: Er sank auf 215 (226) Mill. €.

„Die wirtschaftliche Stagnation, der schwache private Konsum und die nach wie vor rückläufigen Bauinvestitionen“ hätten Grohe besonders zu schaffen gemacht, erklärte Grohe-Vorstandschef Peter Körfer-Schün. Indes zeichnete sich in Deutschland für Grohe ein Silberstreif am Horizont ab: Der Umsatzrückgang sei niedriger als noch 2002 ausgefallen, hieß es. Im vierten Quartal seien die Umsätze um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Einen konkreten Ausblick für das laufende Jahr gab Grohe nicht.

Der Armaturenprodzent, der als Kandidat für einen Börsengang gehandelt worden war, hatte am Wochenende mitgeteilt, der bisherige Eigentümer BC Partners verkaufe das Unternehmen an ein Konsortium unter Führung der Finanzinvestoren Texas Pacific Group (TPG) und CSFB Private Equity. Der Grohe-Vorstand hatte den Verkauf begrüßt. „Mit dieser Lösung bleibt die Unabhängigkeit des Unternehmens und die Chance auf einen späteren Börsengang erhalten“, sagte Körfer-Schün. Das Beteiligungsunternehmen BC Partners hatte die früher im MDax gelistete Gesellschaft Ende 1999 im Zuge eines Management- Buyouts gekauft und im Jahr danach von der Börse genommen.

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