Umsatzsteigerung vor allem im Ausland
Maschinenbauer Trumpf rechnet mit mehr Gewinn

Nach einem Rekordertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet Trumpf eine Fortsetzung der guten Entwicklung. Für 2005/06 (zum 30. Juni) peilt der größte deutsche Werkzeugmaschinenbauer und Weltmarktführer in der Lasertechnologie eine Umsatzsteigerung um acht Prozent auf 1,5 Mrd. Euro an.

HB STUTTGART. Im ersten Quartal liegt das Unternehmen über dem Soll. „Der Start war verheißungsvoll. Wir hatten ein sehr deutliches Wachstum über 20 Prozent“, sagte Unternehmenschef Berthold Leibinger, der im November sein Amt kurz vor dem 75. Geburtstag an seine Tochter Nicola Leibinger-Kammüller weitergeben will. Der Auftragseingang habe sich um 15 Prozent erhöht.

Die Expansion soll aus eigener Kraft geschehen. „Wir sind gut diversifiziert“, betonte Leibinger. Vor allem in der Kombination von Lasertechnik und Werkzeugmaschinen gebe es noch viel Potenzial, das längst nicht ausgeschöpft sei. Um weiteres Wachstum zu generieren, werde Trumpf ein Werk in Tschechien in Betrieb nehmen. In Russland werde eine Tochterfirma aufgebaut.

Der Gewinn soll im Geschäftsjahr parallel zum Umsatz mindestens um acht Prozent steigen, ergänzte Leibinger. 2004/05 hatte der Familienkonzern 94,6 Mill. Euro verdient, 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings drückten im Vorjahr auch Sondereffekte und höhere Steuerbelastungen den Jahresüberschuss.

Im Geschäftsjahr 2004/05 übertraf der Werkzeugmaschinenbauer mit einer Umsatzsteigerung um 14 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro die eigenen Erwartungen. Trumpf war von einem Wachstum um sechs bis sieben Prozent ausgegangen. Das Unternehmen, das rund 70 Prozent seines Umsatzes im Ausland erwirtschaftet, konnte nach eigenen Angaben die Umsätze vor allem in Osteuropa, Amerika und Asien deutlich steigern. Der Gewinn vor Steuern sei um 46 Prozent auf 134,3 Mill. Euro hoch geschnellt. Der Auftragseingang habe bei 1,47 (Vorjahr: 1,31) Mrd. Euro gelegen. Trumpf beschäftigte Ende Juni weltweit 6 049 Mitarbeiter, 4,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Wochenarbeitszeit ist um drei auf 39,5 Stunden ausgedehnt worden. Im Gegenzug hat Trumpf seinen Mitarbeitern eine Beschäftigungsgarantie bis 2011 ausgesprochen.

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