Umsatzzahlen
Deutsche Industrie verliert an Schwung

Mit dem stärksten Rückgang seit fast anderthalb Jahren hat der rasante Aufschwung der deutschen Industrie ein Ende gefunden. Das verarbeitende Gewerbe leidet unter einem Minus von 1,3 Prozent.
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HB BERLIN. Nach der rasanten Aufholjagd im ersten Halbjahr verliert der Aufschwung der deutschen Industrie spürbar an Tempo. Nach Aufträgen und Produktion fielen im September auch die Umsätze geringer aus als im Vormonat.

Mit einem Minus von 1,3 Prozent verzeichneten die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes den stärksten Rückgang seit fast anderthalb Jahren, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Ein größeres preis- und saisonbereinigtes Minus hat es zuletzt im April 2009 mit 2,8 Prozent gegeben. Im August war der Umsatz noch um 2,0 Prozent gestiegen.

Besonders stark schrumpfte das Exportgeschäft mit 1,7 Prozent. Der Umsatz mit deutschen Kunden ging um 0,8 Prozent zurück. Die geringere Nachfrage bekamen vor allem die Maschinenbauer zu spüren. Sie beklagten mit 3,7 Prozent das größte Minus. Die Autoindustrie erlitt Einbußen von 0,8 Prozent, während die Geschäfte der Chemieindustrie stagnierten. Lediglich die Nahrungs- und Futtermittelindustrie meldete ein Plus von 0,5 Prozent.

Von Januar bis September nahm das Verarbeitende Gewerbe 9,6 Prozent mehr ein als im Vorjahreszeitraum. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 5,9 Prozent, der Auslandsumsatz um 14,3 Prozent. Allerdings mehren sich die Signale für eine langsamere Gangart: Die Industrie meldet im September ein Auftragsminus von 4,0 Prozent. Das war der stärkste Rückgang seit fast zwei Jahren. Auch die Produktion schrumpfte im September um 0,8 Prozent.

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