Umsatzzahlen
Flachbildschirme retten Manz durch Solarkrise

Die Krise in der Solarbranche setzt den beteiligten Unternehmen derzeit massiv zu. Dem Spezialmaschinenbauer Manz kommt nun seine breite Aufstellung zugute. Doch das Geschäft mit Flachbildschirmen hilft nur teilweise.
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DüsseldorfDank seiner breiten Aufstellung verkraftet der Spezialmaschinenbauer Manz die Krise in der Solarindustrie besser als andere Wettbewerber. Umsatztreiber in den ersten neun Monaten seien neben dem Bereich Lithium-Ionen-Batterien die Geschäfte mit der Flachbildschirmbranche (FPD) gewesen, teilte Manz am Montag mit.

Doch das Rekordniveau im FPD-Bereich habe die Defizite in der Solarsparte nur teilweise kompensieren können. Finanzchef Martin Hipp machte im Reuters-Interview zudem wenig Mut für das kommende Jahr: „2012 wird ein durchwachsenes Jahr.“ In der Solarbranche sei ein Ende der Misere noch nicht in Sicht und die Geschäfte mit der Flachbildschirmbranche dürften wohl an Dynamik verlieren.

In den ersten neun Monaten schnellte der Konzernumsatz um 58 Prozent auf 192 Millionen Euro hoch. Der operative Gewinn (Ebit) erreichte 3,8 Millionen nach einem Minus von 3,3 Millionen Euro vor Jahresfrist. Dabei schlug ein Minus von rund sechs Millionen Euro der Solarsparte negativ zu Buche. Netto verdiente der Konzern 2,5 (Vorjahr: minus 1,7) Millionen Euro.

Wegen der Solarkrise hatte Manz bereits Ende Oktober seine Jahresziele eingedampft: Der Umsatz soll 220 bis 230 Millionen Euro erreichen. Beim operativen Gewinn hofft der Vorstand nur noch auf ein „ausgeglichenes bis positives Ergebnis“.

Ursprünglich hatte er eine Rendite von mindestens fünf Prozent angepeilt - also im besten Fall ein Ebit von rund 12,5 Millionen Euro. Manz macht 90 Prozent seiner Geschäfte im Ausland, 70 Prozent davon in Asien mit China als größtem Markt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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