Umsatzziele bekräftigt
Mercedes-Chef sieht erheblichen Sanierungsbedarf

Auf dem Weg zu einer Sanierung der Daimler-Chrysler-Tochter Mercedes-Gruppe hält Spartenchef Dieter Zetsche noch erhebliche Kraftanstrengungen für erforderlich.

HB STUTTGART. „Unsere Ausgangssituation ist nicht ganz einfach“, sagte Zetsche am Dienstagabend in Stuttgart. Zwar habe die Mercedes Car Group im zweiten Quartal die Trendwende eingeleitet und mit den Geschäftszahlen zum dritten Quartal bestätigt. „Wir sind aber noch weit davon entfernt, dass wir uns als Premium-Hersteller mit diesen Zahlen sehen lassen könnten“, sagte der Spartenchef.

Er appellierte an die Belegschaft, den Sanierungskurs mitzutragen. Gefordert sei mehr Veränderungsbereitschaft von einer „sehr erfolgsverwöhnten Mannschaft“. Zetsche bekräftigte das Ziel, mit der Mercedes Car Group bis zum Jahr 2007 eine Umsatzrendite von sieben Prozent zu erreichen und die Kennziffer damit im Vergleich zu 2004 in etwa zu verdoppeln.

„Um wieder voll wettbewerbsfähig zu werden, sind große Produktivitätsverbesserungen Pflicht“, sagte der Automanager. Die Kosten der Mercedes-Gruppe lägen in vielen Bereichen über denen der besten Wettbewerber. Zetsche wies auf die guten Zahlen des dritten Quartals hin, erklärte aber, dass die Car Group noch „weit davon entfernt“ sei, sich mit ihren Ergebnissen wieder sehen lassen zu können.

Das Motto, mit dem Mercedes das angestrebte Ziel einer Umsatzrendite von sieben Prozent im Jahr 2007 erreichen wolle, heiße: „Mit weniger mehr erreichen.“ Dazu gehöre neben der verbesserten Produktivität und mehr interner Kooperation angesichts der Markt- und Wettbewerbssituation auch eine Anpassung der Kapazitäten. Die Mercedes Car Group will in den nächsten Monaten rund 8500 Stellen abbauen.

All dies bedeute viel Veränderungsbereitschaft von einer in der Vergangenheit sehr erfolgsgewöhnten Mannschaft, sagte Zetsche, der am 1. Januar auch die Leitung des Gesamtkonzerns Daimler-Chrysler von Jürgen Schrempp übernimmt. Die Autowelt drehe sich heute einfacher schneller „und auch wir müssen die Schlagzahl erhöhen“, betonte er. In einigen Bereichen laufe es heute bereits gut. „In Summe müssen wir zu den Besten allerdings noch einiges aufholen“, sagte Zetsche.

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