Umsiedelung wegen Flughafen-Ausbau
Chemiewerk Ticona bleibt Großraum Frankfurt treu

Das Chemiewerk Tikona, das dem Ausbau des Frankfurter Flughafens zum Opfer fällt, wird nahe des alten Standorts neu aufgebaut. Nur ist noch nicht klar, wo genau. Zwei Standorte stehen zur Auswahl.

HB FRANKFURT. Der bislang in Kelsterbach ansässige Produktionsbetrieb werde voraussichtlich nach Wiesbaden in den Industriepark Kalle-Albert oder nach Frankfurt-Höchst verlagert, teilte die Ticona-Mutter Celanese am Montag bei einer Mitarbeiterversammlung mit. Damit sei die Zukunft der rund 450 Beschäftigten gesichert, sagte ein Unternehmenssprecher. In den nächsten Wochen soll endgültig zwischen den beiden in Frage kommenden Standorten entschieden werden. Die im Falle einer Verlagerung ursprünglich mit Fraport vereinbarte Übernahme der Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft entfällt damit.

Celanese hatte sich im November mit dem Frankfurter Flughafenbetreiber darauf geeinigt, gegen eine Entschädigung von 650 Mill. Euro das Ticona-Werk bis Mitte 2011 zu verlagern, um dem geplanten Flughafenausbau Platz zu machen. Das Werk liegt bislang genau in der Einflugschneise der geplanten vierten Landebahn. In den vergangenen Monaten hatte das Unternehmen nach einem neuen Standort gesucht und dabei auch das Rhein-Ruhr-Gebiet und das ostdeutsche Leuna ins Auge gefasst.

Fraport zahlt nun 20 Mill. Euro zusätzlich an Celanese, unter anderem weil die Kosten für die Beschäftigungsgesellschaft entfallen. Celanese will außerdem alle Grundstücke am Standort Kelsterbach bis Ende 2013 an Fraport übertragen und damit zwei Jahre früher als bislang vorgesehen. Der Flughafenbetreiber übernimmt zudem zahlreiche Werkseinrichtungen wie die Hauptverwaltung, Energienetze und Kanalsysteme.

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