Umstrittene Gasförderung
Strenge Auflagen für Fracking-Einsatz

In den USA hat die Förderung des Gases eine Energierevolution ausgelöst. Die Preise purzeln nach unten. Konzerne wie ExxonMobil wollen daher in Deutschland im großen Stil nachziehen. Doch die Chancen verdüstern sich.
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BerlinDie umstrittene Erdgasförderung aus tiefen Gesteinsschichten soll in Deutschland nur unter strengen Auflagen erlaubt werden. Zu diesem Ergebnis kommt das bisher umfangreichste Gutachten zu der Fracking-Technologie, das vom Umweltbundesamt (UBA) für Umweltminister Peter Altmaier (CDU) erstellt worden ist.

„Auf Basis dieses Gutachtens empfiehlt das Umweltbundesamt, derzeit von einem großtechnischen Einsatz abzusehen“, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth am Donnerstag in Berlin. Das mit Chemikalieneinsatz erschließbare Potenzial ist enorm: 13 Jahre lang könnte Deutschland damit laut UBA seinen gesamten Gasbedarf decken.

Altmaier forderte eine breite öffentliche Diskussion über die Ergebnisse des Gutachtens. Auch er zeigte sich skeptisch, was einen umfassenden Einsatz der Technologie in Deutschland betrifft. Dabei werden mit hohem Druck unter Chemikalieneinsatz Gesteinsschichten so aufgebrochen, dass das Gas nach oben entweichen kann.

Wegen großer Bedenken haben sich besonders in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Bürgerinitiativen gegen Fracking gebildet. So wird unter anderem eine Verseuchung des Trinkwasser mit giftigen Chemikalien befürchtet. Auch Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Baden-Württemberg könnten als Fördergebiete in Frage kommen.

„Man kann aus dem Gutachten den Schluss ziehen, dass man in Trinkwassergebieten Fracking nicht zulassen sollte“, sagte Altmaier. 14 Prozent der Landesfläche sind in Deutschland laut UBA als Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen. Flasbarth forderte einen Fracking-Ausschluss für diese Gebiete. Zudem müsse es bei jeder Bohrung eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung geben.

Im Dezember soll es ein großes Expertenforum geben, bevor eine bundesweite gesetzliche Regelung im Bundestag auf den Weg gebracht werden soll. Altmaier forderte eine Versachlichung der Debatte. „Für mich geht Gründlichkeit vor Eile.“

In Fahrt gekommen war die Debatte durch eine Energierevolution in den USA infolge der Ausweitung dieser sogenannten unkonventionellen Gasförderung. Dort sind die Energiepreise durch die massive Erschließung von Schiefergasvorkommen eingebrochen - allerdings gibt es Berichte über massive ökologische Folgen. In Deutschland wittert unter anderem der Konzern ExxonMobil ein lukratives Geschäft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umstrittene Gasförderung: Strenge Auflagen für Fracking-Einsatz"

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  • MIT BREITBANDFÜSSEN INS FRACKING-FETTNÄPFCHEN!

    Das ist ja immer so eine Sache mit den Superlativen:
    Das größte, schönste, weitreichendste, schlauste, teuerste,fachkundigste, aber auf keinen Fall ein auf nationale Schadensregulierung für Folgegenerationen ausgerichtetes Gutachten legt da Herr Altmaier vor.
    Dabei lehrt ein Blick in die USA das Fürchten.
    DAS VERBOT IN DEUTSCHLAND FÜR FRACKING IST ÜBERFÄLLIG.

  • Auflagen? Was soll der Mist!

    Niemand will dieses Verfahren! Mehr Argumente braucht es nicht, Ihr verkommenen Politiker!

    Schreibt vor, daß jedes neue Dach ein Solardach sein muß (das kann man zukünftig auch schöner realisieren, als mit Solarmodulen!), laßt den Mist mit den Subventionen einfach sein (die Preise sind eh so gering, daß niemand Einspeisevergütungen braucht - jedenfalls nicht, wenn die erzeugte Energie zum großen Teil selbst genutzt wird. Es sollte sehr kurzfristig möglich sein, dezentrale Speichermedien für diese vergleichsweise kleinen Energiemengen anzubieten).

    Nur die Lobby der großen Energiekonzerne hat etwas dagegen. Und das korrupte Politikerpack - das von ihr gefüttert wird. Schon mal in den Spiegel geschaut, Herrr Altmaier?

  • Das mit Chemikalieneinsatz erschließbare Potenzial ist enorm: 13 Jahre lang könnte Deutschland damit laut UBA seinen gesamten Gasbedarf decken.


    das wie beim atom.... um kurzfrstig den genuss zu haben....
    haben dannn alle anderen, besonders die Natur den schaden und den meist sehr sehr lange......

    sofern man nicht genau weiss was die massen an chemie im boden anrichten sollte das verboten bleiben..

    für notfall sollte es noch genug Kohle unter D boden geben..

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