Umstrittene Schließung Thema im Continental-Aufsichtsrat
Showdown im Ringen um Conti-Stammwerk

Die umstrittene Schließung der Pkw-Reifenproduktion in Hannover-Stöcken ist am Mittwoch Thema im Aufsichtsrat des Autozulieferers Continental. Die Arbeitnehmervertreter in dem Gremium wollen sich dafür einsetzen, dass die Entscheidung des Vorstands zurückgenommen wird. Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft IG BCE am Dienstag in Hannover. Conti-Vorstandschef Manfred Wennemer hatte betont, er rechne bei der Sitzung mit keiner Überraschung. Operative Entscheidungen treffe der Vorstand.

HB HANNOVER. Am Montag hatte Wennemer bekräftigt, zur Einstellung der Pkw- Reifenproduktion in Stöcken mit 320 Beschäftigten gebe es keine „tragfähige Alternative“. Vorstand und Arbeitnehmerseite hatten sich in dem Konflikt nicht auf einen Kompromiss geeinigt. Das Unternehmen hatte angeboten, die Produktion nicht wie bisher geplant Ende 2006, sondern Mitte 2007 stillzulegen. Gewerkschaft und Betriebsrat lehnten dies ab und warfen Conti vor, weiterhin einen „Konfrontationskurs“ zu verfolgen.

Die Arbeitnehmervertreter hatten ein Auslaufen der Pkw-Reifenproduktion am Traditionsstandort Stöcken Ende 2007 gefordert. Außerdem müsse es konkrete Perspektiven für die 320 Beschäftigten der Pkw-Reifenproduktion sowie den gesamten Standort Stöcken geben. Wennemer hatte kritisierte, die Arbeitnehmervertreter hätten auf ihren „Maximalforderungen“ bestanden.

Die Gewerkschaften hatten angekündigt, sollte Wennemer die Schließung bis zur Aufsichtsratssitzung am Mittwoch nicht zurücknehmen, stünden insgesamt zehn Betriebsvereinbarungen zur Disposition. Bei einer Kündigung der Kostensenkungsprogramme drohten Continental Mehrkosten von rund 42 Mill. Euro. Ein Conti-Sprecher hatte gesagt, die Zahl sei „aus der Luft gegriffen“. Im Falle einer Kündigung von Betriebsvereinbarungen würden „neue Rahmenbedingungen“ geschaffen. Damit würde sich auch die Grundlage für Entscheidungen des Unternehmens verändern.

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