Umstrukturierung bei Volkswagen
Betriebsrat will neue Holding für Lkw-Sparte

Nach der Übernahme eines schwedischen Unternehmens fordert der VW-Betriebsrat eine neue Organisationsstruktur für die Nutzfahrzeuge-Allianz. Das ist auch eine Kampfansage an die Konkurrenz von Daimler.
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WolfsburgVolkswagens Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh fordert eine neue Organisationsstruktur für die Nutzfahrzeugallianz im Unternehmen. Nach der im Sommer geglückten Komplettübernahme der schwedischen Lkw-Tochter Scania müsse die Zusammenarbeit mit der zweiten Nutzfahrzeugtochter MAN aus München eine neue Form unter dem VW-Konzerndach erhalten.

„Wir sind da klar: Wir wollen, dass es in Zukunft bei Volkswagen eine Holding für die Trucks gibt. Und die muss einen Aufsichtsrat mit Arbeitnehmervertretern von MAN, Scania und Volkswagen haben“, sagte Osterloh der Nachrichtenagentur dpa.

„Die neue Struktur soll es vereinfachen, die Themen Synergien und Stückzahlen umzusetzen. Außerdem muss dort in einem Aufsichtsrat auch intensiv über die Gesamtstrategie für unsere Nutzfahrzeuge diskutiert werden“, sagte Osterloh. „Schließlich sprechen wir hier auch über die Zukunft von Tausenden Beschäftigten“.

Der VW-Konzern will mit seiner Nutzfahrzeugallianz Daimler an der Weltspitze ablösen. Aber ohne den kompletten Zugriff auf die Schweden hatte es bei der Verzahnung von MAN und Scania in der Vergangenheit manche Schwierigkeiten gegeben.

Hinzu kommt, dass MAN aus München neben Lastern und Bussen mit seinem Bereich Diesel & Turbo auch als Weltmarktführer für Schiffsdiesel gilt und Turbomaschinen für die Öl- und Gasindustrie herstellt. Das hat mit dem Kerngeschäft der Laster nur bedingt Gemeinsamkeiten.

Ein Verkauf stand laut Osterloh aber „nie zur Debatte“. Vielmehr sei es die gemeinsame Linie mit VW-Patriarch Ferdinand Piëch und VW-Chef Martin Winterkorn „dass wir den Maschinenbau weiterentwickeln werden. Aber wir brauchen einen stärkeren Fokus auf diesen Bereich. Da muss eine klare Struktur gefunden werden“, forderte Osterloh.

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