Umstrukturierung
Varta: Auch letzte Geschäftssparte Mikrobatterien vor Verkauf

Die traditionsreiche Varta AG steht vor dem Verkauf auch ihres letzten bedeutenden Geschäftsfelds, der Produktion von Mikrobatterien. Mit einem der Interessenten würden auf exklusiver Basis abschließende Gespräche über eine mögliche Übernahme geführt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit.

dpa-afx HANNOVER. Die traditionsreiche Varta AG steht vor dem Verkauf auch ihres letzten bedeutenden Geschäftsfelds, der Produktion von Mikrobatterien. Mit einem der Interessenten würden auf exklusiver Basis abschließende Gespräche über eine mögliche Übernahme geführt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Varta-Alleinvorstand Uwe Ganzer gehe davon aus, dass die Gespräche in den nächsten zwei Wochen zum Abschluss gebracht werden. Das weitere Schicksal der Varta AG nach einem Verkauf sei offen, sagte ein Sprecher.

Das deutsche Traditionsunternehmen ist bereits seit Jahren im Ausverkauf. 2002 war das Geschäft mit Autobatterien an den US-Konzern Johnson Controls verkauft worden. Die Sparte Gerätebatterien ging zunächst teilweise an einen US-Wettbewerber und im vergangenen Jahr trennte sich die Varta AG auch von der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen. Die Batterien werden weiter unter dem Markennamen Varta verkauft. Die Produktion von Kleinstbatterien zum Beispiel für Uhren oder Hörgeräte macht praktisch das gesamte Geschäft der Varta AG aus.

'FTD': Preis Zwischen 20 und 40 MIO Euro

Die "Financial Times Deutschland" (Dienstag) berichtet, im Rennen um die Varta Microbattery Gmbh seien die Investoren Barclays Capital und die österreichische Global Equity Partners. Der Preis für das defizitäre Geschäft werde voraussichtlich zwischen 20 und 40 Mill. Euro liegen.

Ganzer hatte bereits auf der Hauptversammlung gesagt, dass das Geschäft mit Mikrobatterien nicht dauerhaft bei der Varta AG bleiben werde. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um 16 auf 130 Mill. Euro geschrumpft. Unter anderem die steigenden Rohstoffkosten erschwerten das Geschäft.

Der Verkauf der Mikrobatterien-Sparte werde unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigungen sowie der Zustimmung des Aufsichtsrats und der Hauptversammlung der Varta AG stehen, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Vollzug der Transaktion werde für Ende November erwartet.

Der "FTD" zufolge hält die Familie Quandt über eine Beteiligungsgesellschaft mit dem Namen Gopla knapp ein Viertel an der Varta AG, die Deutsche Bank rund 70 Prozent. Der Rest befinde sich im Streubesitz./

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