Industrie

Vattenfall zähmt deutsche Tochter

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Er zieht aber auch die Konsequenzen aus einem in Deutschland äußerst schwierigen Jahr. Vattenfall hat zunächst durch eine unglücklich kommunizierte Preiserhöhung in seinen Versorgungsgebieten Hamburg und Berlin über 200 000 Kunden verloren. Dann geriet das Unternehmen durch die Pannen in den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel in die Schlagzeilen. Der Stillstand kostet nicht nur Millionen, sondern hat auch dem Image massiv geschadet.

Zudem versucht Josefsson das Grundproblem seit der Gründung der deutschen Tochter im Jahr 2002 zu korrigieren: Die Niederlassung agiert zu selbstständig. Deutsche Vattenfall-Manager verweisen gerne auf die nackten Zahlen: Sie haben mehr Mitarbeiter, mehr Kunden und setzen deutlich mehr um als das Stammhaus in Schweden. „Eine kleine Mutter mit großer Tochter, selbstbewusste Vorstände und Arbeiternehmervertreter – da ist es schwer zu regieren“, heißt es in Branchenkreisen.

Bislang arbeiten vergleichsweise wenige schwedische Abgesandte in Deutschland. Die Niederlassung hat selbst einen schwierigen Fusionsprozess hinter sich, die Integration in den Mutterkonzern blieb dabei zunächst auf der Strecke.

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Deutschlands viertgrößter Energiekonzern entstand nach der Übernahme durch Vattenfall durch die Fusion der Kommunalversorger HEW aus Hamburg, Bewag aus Berlin sowie dem ostdeutschen Braunkohleverstromer Veag und dem Tagebaubetrieb Laubag. Die Kosten wurden zwar um über 500 Mill. Euro gesenkt, der Prozess verlief aber weitgehend geräuschlos und im Konsens mit Gewerkschaften und Betriebsräten. Bis 2012 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

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