Umverteilung geplant
Vattenfall will Netzentgelte stabil halten

Anders als Eon und RWE will der Berliner Energiekonzern Vattenfall die Netzentgelte nicht senken, muss die Kosten für die Stromdurchleitung aber ebenfalls umverteilen.

dpa-afx HAMBURG/BERLIN. Davon könnten kleinere und mittlere Industriebetriebe sowie größere Gewerbekunden profitieren, teilte Vattenfall am Dienstag in Berlin mit. "Für die meisten Kunden ändert sich nichts."

Der Vattenfall-Sprecher wies darauf hin, dass der Energiekonzern die Strompreise für die Haushalte über das Jahresende hinaus stabil halte. Vattenfall versorgt nach eigenen Angaben rund drei Mill. Haushalte in Hamburg und Berlin.

Nach dem neuen Energiewirtschaftsgesetz mussten die Stromversorger ihre Netznutzungsentgelte neu kalkulieren und der Regulierungsbehörde bis zum 1. November zur Genehmigung vorlegen. Die Bundesnetzagentur hat jetzt sechs Monate zur Überprüfung Zeit.

Zuvor hatten die beiden deutschen Marktführer Eon und RWE angekündigt, niedrigere Netzentgelte bei der Bundesnetzagentur in Bonn zu beantragen. Vattenfall hat den Angaben zufolge in der Summe die gleichen Gebühren für die Stromdurchleitung wie bisher beantragt.

Der Essener Energiekonzern RWE will die Gebühren in Einzelfällen bis zu 50 Prozent senken. Davon sollen vor allem energieintensive Betriebe profitieren, aber auch kleinere Verbraucher könnten auf Reduzierungen hoffen. Bei Eon führen die beantragten Netzentgelte nach Angaben des Unternehmens im Schnitt für alle Kunden zu einer leichten Absenkung, besonders aber für Geschäfts- und kleinere Industriekunden. Die Netzentgelte machen etwa ein Drittel des Strom- Endpreises für den Privathaushalt aus.

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