Umwandlung in KG hat nicht funktioniert
W.E.T. AG muss an der Börse bleiben

Der bayerische Autozulieferer WET Automotive kann sich nicht von der Börse zurückziehen. Der Versuch eines Squeeze-Out ist geplatzt.

HB MÜNCHEN. Mit dem Scheitern eines dazu geplanten Rechtsformwechsels sei aber keineswegs die komplette Übernahme durch den Finanzinvestor HgCapital hinfällig, sagte W.E.T.-Finanzchef Dieter Haap am Montag zu Reuters. „Was praktisch nicht funktioniert hat, ist die Umwandlung in eine KG. Damit bleibt W.E.T. zunächst weiter eine AG.“ Das operative Geschäft werde dadurch nicht beeinträchtigt, allerdings müsse der Weltmarktführer bei Sitzheizungen auch künftig die Kosten der Börsennotierung auf sich nehmen.

Die von HgCapital für die Übernahme gegründete Blitz Holding GmbH & Co KG habe erklärt, von dem im November 2003 abgeschlossenen Verschmelzungsvertrag zurückzutreten, teilte W.E.T. im bayerischen Odelzhausen mit. Das Oberlandesgericht München (OLG) hatte am Donnerstag Klagen gegen die Übertragung der Aktien stattgegeben und damit den geplanten Börsenrückzug von W.E.T. verhindert. Haap zufolge wehren sich Anleger mit insgesamt 13 Klagen gegen die Verschmelzung und lehnen es ab, künftig als Kommanditisten am Unternehmen beteiligt zu sein.

HgCapital hatte bei der Übernahme lediglich gut drei Viertel der Aktien einsammeln können. Die Verschmelzung auf eine GmbH & Co. KG sollte W.E.T. den Rückzug von der Börse ermöglichen, obwohl die Private Equity-Firma die für einen Squeeze-Out erforderliche Beteiligungsmehrheit von 95 Prozent nicht erreicht hat.

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