Umwandlung in normale Bank
GMAC erhält Zugriff aufs Rettungspaket

Durch die Umwandlung in eine normale Geschäftsbank erhält der zu General Motors (GM) gehörende US-Autofinanzierer GMAC Zugriff aus das Banken-Rettungspaket der US-Regierung. Die US-Notenbank Fed stimmte am Mittwoch einem entsprechenden Antrag von GMAC zu.

HB WASHINGTON. Die Fed begründete ihre Entscheidung mit den "dringenden und ungewöhnlichen Umständen" auf den Finanzmärkten. Bedingung ist allerdings, dass die beiden Eigner, der Finanzinvestor Cerberus als Hauptgesellschafter von Chryslerx und der Autobauer General Motors (GM) , ihre Anteile an der künftigen Bank reduzieren. Cerberus muss seine Mehrheit von 51 Prozent auf höchstens 33 Prozent reduzieren, GM darf statt derzeit 49 Prozent künftig weniger als zehn Prozent an der Finanztochter halten.

Als normale Bank hat GMAC nun Zugriff auf das US-Rettungspaket für die Finanzbranche. Zudem können Notkredite und Kreditgarantien der Notenbank in Anspruch genommen werden. Bei GMAC hieß es, die Entscheidung der Fed eröffne einen verbesserten Zugang zu Kapital, was die Flexibilität und Stabilität des Unternehmens verbessere. Die Umwandlung in eine Geschäftsbank war höchst umstritten, da GMAC über relativ wenig Eigenkapital verfügt.

In den vergangenen Quartalen erlitt GMAC im Zuge der Krise auf dem Automarkt Milliardenverluste. Dies belastete auch den Autobauer GM schwer, der sich aus der jetzigen Entscheidung weitere Entlastung erhofft. Die US-Regierung hatte zuvor ein Rettungspaket von 13,4 Mrd. Dollar für die US-Autobauer beschlossen, um deren Pleite abzuwenden. Auch dieses Geld soll aus dem Bankenrettungsfonds kommen.

GMAC ist neben dem Autogeschäft auch im zusammengebrochenen Immobilienmarkt engagiert. Das verschärfte die Lage nochmals. Der Finanzierer hat bereits tausende Stellen gestrichen. Derzeit arbeitet GMAC an der Refinanzierung von eigenen Schuldtiteln im Volumen von 38 Mrd. Dollar (30 Mrd Euro).

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