Umwelt- und Billigtechnik boomt
Bosch zieht's nach Asien

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch setzt große Hoffnungen auf das Asiengeschäft, genauso wie Konkurrent Continental. Dabei will der Marktführer nicht nur mit sauberer Technik punkten, sonden auch mit preisgünstiger. Denn Bosch hat die Billigautos entdeckt.

HB STUTTGART. Der Vorsitzende des Unternehmensbereichs, Bernd Bohr, sagte am Dienstag in Stuttgart, in diesem Jahr werde in der Sparte insgesamt währungsbereinigt ein Umsatzplus von rund 4 Prozent angepeilt. 2006 hatte Bosch im Kraftfahrzeug-Zuliefergeschäft 27,2 Mrd. Euro erlöst. Regionale Wachstumstreiber seien vor allem die Schwellenländer Asiens, sagte Bohr. Dort wachse die Automobilproduktion im Schnitt der kommenden acht Jahre voraussichtlich um rund 6 Prozent, während sie in Nordamerika und Westeuropa voraussichtlich nur 1 Prozent zulegen werde.

Bohr sagte: „Wir werden uns auf diesen Strukturwandel einstellen, indem wir mit Innovationen weiterhin jede Wachstumschance in den herkömmlichen Industrieländern nutzen, zugleich aber unsere bereits sehr früh vorgenommenen Investitionen in die neuen Wachstumsmärkte weiter aufstocken – auch mit noch mehr Fertigung und Entwicklung.“ Eine solide Basis sei bereits in China geschaffen worden: „Heute schon produzieren wir in China jährlich mehr als 7 Mill. Benzineinspritzventile und mehr als 1 Mill. Benzinpumpen“, sagte Peter Pang, verantwortlich für das China-Geschäft bei Bosch.

Conti baut Bremsenwerk

Auch Rivale Continental investiert momentan im Reich der Mitte. Der Hannoveraner Automobilzulieferer errichtet dort ein Werk für hydraulische Bremsen, wie die Conti-Tochter Automotive Systems am Dienstag mitteilte. Die 67 Mill. Euro teure Fabrik soll nordwestlich von Schanghai entstehen und im Herbst 2008 die Serienproduktion aufnehmen. Bis 2011 will das Unternehmen die Belegschaft in dem neuen Werk auf 1 000 Mitarbeiter aufstocken.

Der Umsatz von Automotive Systems soll sich bis 2010 in Asien von zuletzt 600 Mill. Euro auf 1,2 Mrd. Euro verdoppeln, wie Asien-Chef Jay Kunkel ankündigte. Der Konzern aus Hannover produziert in China derzeit an elf Standorten und beschäftigt gut 3 000 Mitarbeiter. Für ein geplantes Reifenwerk in der Volksrepublik hat sich Conti nach Aussagen einer Sprecherin noch nicht auf einen Standort festgelegt. Eigentlich hatte der Konzern darüber schon 2006 entscheiden wollen.

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