Unbestätigter Bericht
Noch dieses Jahr könnten 5000 Mercedes-Werker gehen

Schon in diesem Jahr könnte Mercedes mit dem geplanten Stellenabbau beginnen. Das dürfte die Bilanz dreistellig belasten.

HB STUTTGART. Über ein freiwilliges Ausscheiden mit Abfindungen könnten bis zu 5000 der rund 160 000 Stellen der Mercedes Car Group in Deutschland abgebaut werden, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch aus gut unterrichteten Unternehmenskreisen. Ein Sprecher von Daimler-Chrysler wollte die Zahl nicht kommentieren. Derzeit laufen Gespräche zwischen dem neuen Mercedes-Chef Zetsche, Personalvorstand Günther Fleig und den Betriebsräten. Beschlüsse seien dabei noch nicht gefasst worden, hieß es.

Neben dem geplanten Vorruhestands-Programm soll es erneut zu Versetzungen kommen. Schon länger sind Mitarbeiter der schwächer ausgelasteten Werke in Sindelfingen und Bremen im Werk Rastatt beschäftigt, wo die gefragten Modelle der A- und B-Klasse gebaut werden.

Kündigungen sind durch den im Juli 2004 vereinbarten Beschäftigungspakt zwischen Konzern und Betriebsrat ausgeschlossen. Wegen des nun geplanten Abfindungsprogramms, das im vierten Quartal beginnen soll, kommen auf Daimler-Chrysler voraussichtlich Sonderbelastungen im dreistelligen Millionenbereich zu.

Zetsche hatte zuletzt auf der Automesse IAA eingeräumt, dass weitere Restrukturierungskosten nicht ausgeschlossen sind. Details nannte er nicht. Im ersten Halbjahr 2005 hatte der Konzern bereits für die Sanierung seiner Kleinstwagentochter Smart rund 1,1 Milliarden Euro zurückgestellt.

Derzeit wird bei Mercedes das Sparprogramm Core umgesetzt, das aus 20 000 Einzelmaßnahmen besteht und die Kosten um drei bis vier Milliarden Euro drücken soll. Die Umsatzrendite der Mercedes Car Group, die Ende 2004 auf 3,3 Prozent abgesackt war, soll bis 2007 auf 7 Prozent steigen.

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