Unerwartet hoher Verlust in 2003 - Dividende fällt aus
Jenoptik überrascht mit roten Zahlen

Der größte ostdeutsche Technologiekonzern Jenoptik hat 2003 auf Grund der Absatz- und Preiskrise in der Halbleiterindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr einen unerwartet hohen Nettoverlust verbucht.

HB JENA. Der Jahresverlust des größten börsennotierten Ost-Unternehmens mit 10 000 Beschäftigten fiel dabei mit 25,8 Millionen Euro höher als erwartet aus. Zunächst war der neue Vorstandschef Alexander von Witzleben von einem Jahresfehlbetrag von mehr als 20 Millionen Euro ausgegangen. In einer Mitteilung von Dienstagabend wurde der Verlust unter anderem mit den Nachwirkungen der dreijährigen Krise der Halbleiterindustrie sowie Projektverzögerungen in Asien begründet. Jenoptik baut Fabriken für die Chipindustrie.

Beim Umsatz verbuchte der Konzern ein Wachstum von 25 Prozent auf knapp 2,0 Milliarden Euro. Der Vorstand erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen weiteren Aufwärtstrend beim Umsatz und die Rückkehr in die Gewinnzone. Er begründete die Prognose mit einem starken Auftragseingang unter anderem aus der Elektronikindustrie. Ende 2003 hatte der Konzern Aufträge mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro in den Büchern. Das waren 4,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Jenoptik hatte bereits zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass an die Aktionäre erstmals seit dem Börsengang 1998 keine Dividende (Vorjahr 0,35 Euro) gezahlt werden soll. An diesem Mittwoch will der Vorstand in Jena die Konzernbilanz erläutern und einen Ausblick geben.

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