Die Umstellung des Angebots auf kleinere Autos anstelle der bislang beliebten Geländewagen kostete jedoch zusätzlich Geld, so dass sich der aus Nordamerika rückgeführte operative Gewinn halbierte. In Europa rutschte der Absatz nach Fahrzeugen um zehn Prozent ab. Schuld war vor allem geringes Kaufinteresse der Westeuropäer. Toyota
plant jedoch in den kommenden zwei Jahren mit ganz besonders benzinsparenden Motoren einen Ausbau seiner Marktposition, wenn immer strengere EU-Umweltrichtlinien in Kraft treten.
Toyota
hat erst 2002 begonnen, Quartalszahlen zu veröffentlichen. Es ist seitdem das erste Mal, dass das Unternehmen einen Rückgang von Umsatz und Gewinn gleichzeitig hinnehmen musste. Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 (bis Ende März 2009) soll der Gewinn nach der kürzlich revidierten Firmenschätzung um 27 Prozent zurückgehen, der Umsatz um fünf Prozent. Kinoshita sagte, dass der Langfristplan für die kommenden Jahre angesichts des schwierigen Umfelds nur noch schwer realisierbar sei. Ursprünglich war vorgesehen, 2009 die 10-Millionen-Grenze beim Fahrzeugabsatz zu knacken.
Auch die konzernweite Prognose für den Fahrzeugabsatz ist stabil, wenn der Ausstoß chinesischer Gemeinschaftsunternehmen in der Rechnung enthalten ist. Toyota
rechnet diese wegen strenger interner Regeln nicht zum konsolidierten Ergebnis, weil die Beteiligung an diesen Tochtergesellschaften nicht hoch genug ist. GM
dagegen rechnet sie im Allgemeinen ein. Toyota
hat zwar die konsolidierte Absatzprognose leicht gesenkt, doch gleicht nach derzeitiger Schätzung ein weiter steigender Verkauf in China diesen Wert wieder aus.
Um sich auf schwierigere Zeiten einzustellen, haben Toyotas
Tochtergesellschaften in Japan in den vergangenen vier Monaten 2 300 Vertragsarbeiter entlassen. Analysten erwarten eine Beschleunigung des Jobabbaus, wenn die Ertragskraft im Jahresverlauf weiter zu sinken droht.

