Ungewollte Beschleunigung
Toyota im Visier der Verkehrssicherheitsbehörde

Nach rund 160 Beschwerden über ungewollte Beschleunigungen hat die Verkehrssicherheitsbehörde in den USA Ermittlungen gegen Toyota eingeleitet. Betroffen waren Corolla-Wagen der Baujahre 2006 bis 2010.
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New YorkDer japanische Autobauer Toyota rückt in den USA erneut ins Visier der Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA). Nach rund 160 Beschwerden über ungewollte Beschleunigungen sei eine Voruntersuchung eingeleitet worden, teilte die NHTSA am Montag auf ihrer Website mit. Betroffen seien Toyota-Corolla-Wagen der Baujahre 2006 bis 2010.

In einem Brief an die Behörde hatte der Antragsteller Robert Ruginis von „mehrfachen“ Vorfällen berichtet, in denen sein Corolla mit dem Baujahr 2010 bei niedriger Geschwindigkeit plötzlich beschleunigt habe. Der jüngste Vorfall habe zu einem Zusammenstoß geführt, weil das Fahrzeug beim Einparken beschleunigte, obwohl seine Frau den Fuß auf der Bremse gehabt habe. Der Corolla habe einen vor ihm parkenden Jeep gerammt. Andere Corolla-Fahrer bestätigten, das Problem zu kennen.

Toyota hatte sich erst im März mit der US-Justiz auf die Zahlung einer Strafe von 1,2 Milliarden Dollar geeinigt, weil der japanische Konzern lange Zeit Probleme mit klemmenden Gaspedalen vertuscht hatte. Zwischen 2009 und 2011 hatte Toyota rund zwölf Millionen Autos weltweit zurückgerufen, nachdem Probleme mit klemmenden Gaspedalen mehrere tödliche Unfällen verursacht hatten.

Toyota erklärte damals, dass sich rutschende Fußmatten mit den Pedalen verhaken könnten und der Fehler behoben sei. Dabei verschwieg der Autobauer der Öffentlichkeit und den Behörden aber, dass auch bei den Gaspedalen selbst ein Produktionsfehler festgestellt wurde. Erst nach und nach räumte er das ganze Ausmaß der Probleme ein.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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