Ungünstige Wechselkurse
Aussie-Dollar bremst Linde

Schwächelnde Währungen wie der australische Dollar halbieren das Wachstum bei Linde. Der Quartalsgewinn steigt dennoch. Das Ziel für das Gesamtjahr schwächt der Gase-Spezialist jedoch leicht ab.
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MünchenDie nach wie vor flaue Konjunktur und der starke Euro bremsen das Wachstum des Industriegasekonzerns Linde. Das Münchener Unternehmen baute im dritten Jahresviertel zwar Umsatz und operativen Gewinn aus, senkte aber sein Ergebnisziel für das Gesamtjahr leicht ab. Konzernchef Wolfgang Reitzle zog am Dienstag dennoch eine positive Bilanz für das Geschäft in den Sommermonaten Juli bis September.

„Wir haben uns ganz gut geschlagen, obwohl sich die Konjunktur alles andere als dynamisch entwickelt hat und die Währungskurse vor allem im dritten Quartal verstärkt gegen uns gelaufen sind“, erklärte der Manager, der im kommenden Jahr den Chefposten bei Linde abgibt.

Der Konzern erzielte im dritten Quartal einen operativen Gewinn von 1,03 Milliarden Euro - ein Plus von 8,5 Prozent. Währungseffekte herausgerechnet wäre der Ergebnisanstieg mit 16 Prozent fast doppelt so stark ausgefallen. Vor allem die US-Währung, das britische Pfund und der australische Dollar entwickelten sich zum Euro deutlich schwächer, was Linde zu spüren bekam.

Das Unternehmen, dass mit der französischen Air Liquide um die Branchenführerschaft im Gasegeschäft konkurriert, setzte 4,26 Milliarden Euro um, ein Zuwachs von 5,4 Prozent. Der Überschuss stieg rund zehn Prozent auf 337 Millionen Euro. Die Gewinnzahlen lagen etwas über den Erwartungen der Analysten - die Aktien lagen zu Handelsbeginn leicht im Plus.

Für das Gesamtjahr erwartet Reitzle jetzt nur noch einen operativen Gewinn von „rund“ vier Milliarden Euro. Bislang wurden für 2013 „mindestens“ vier Milliarden Euro erwartet. Seinen Konzernumsatz will Linde nach wie vor zum Vorjahr ausbauen. Im vorigen Jahr hatte der operative Gewinn bei 3,69 Milliarden Euro und der Umsatz bei 15,8 Milliarden Euro gelegen.

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