Ungünstige Wechselkurse und konjunkturelle Abkühlung
VW noch vor langer Durststrecke in USA

Der größte europäische Autobauer Volkswagen wird in Nordamerika möglicherweise nicht vor 2009 die Gewinnschwelle erreichen.

HB NEW YORK. Wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) in seiner Donnerstagausgabe unter Berufung auf Aussagen eines US- Managers des Wolfsburger Automobilkonzerns berichtet, ist dies vor allem auf anhaltend ungünstige Wechselkurse und die konjunkturelle Abkühlung in den USA zurückzuführen.

Adrian Hallmark, Executive Vice President der Volkswagen of America Inc, sagte, es sei unwahrscheinlich, dass VW im nächsten Jahr in Nordamerika schwarze Zahlen schreiben wird. Bislang ist Breakeven in Nordamerika für 2008 angepeilt. Angesichts der Abkühlung der US-Konjunktur stelle sich dies jedoch als Herausforderung dar, sagte Hallmark dem „WSJ“ auf der Los Angeles Motor Show.

Er sei jedoch zuversichtlich, dass VW 2009 den Breakeven in Nordamerika schaffe, sagte Hallmark weiter und verwies auf neue Modelle, die den Absatz bis dahin ankurbeln dürften. Dazu zählten die Diesel-Versionen des Jetta und anderer Modelle sowie ein Minivan, den VW bei der Chrysler Group fertigen lassen wird. Darüber hinaus will VW bis 2009 einen neuen SUV namens Tiguan auf den Markt bringen, den das Unternehmen auf der LA Motor Show vorstellt.

VW wolle im kommenden Jahr einen größeren Anteil von Fahrzeugen aus mexikanischer Fertigung verkaufen und weniger Einheiten aus deutscher Produktion. So solle der Nordamerika-Verlust 2007 verringert werden, sagte Hallmark weiter. VW leidet wie andere europäische Automobilhersteller auch unter einem ungünstigen Euro-Dollar-Wechselkurs, der Fahrzeuge aus Europa teurer werden lässt als in den USA gefertigte Modelle.

Im dritten Quartal 2006 hat Volkswagen in Nordamerika einen operativen Verlust von 129 Mill. Euro nach 214 Mill. Euro im Vorjahr verbucht.

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