0 Bewertungen
07.02.2008 
Umsatz gesteigert

Unilever trotzt höherer Rohstoffpreise

Der Konsumgüterriese Unilever hat seinen bereinigten Umsatz im vierten Quartal dank eines robusten Wachstums außerhalb der USA stärker als erwartet gesteigert. In welchen Regionen der Konzern besonders stark zulegen konnte.

HB LONDON. Zwar gebe es Anzeichen für eine Verlangsamung von Teilen des US-Geschäfts, sagte Finanzchef Jim Lawrence am Donnerstag. Dies sei jedoch durch ein lebhafteres Wachstum in anderen Regionen der Welt ausgeglichen worden. Besonders in Europa und den Schwellenländer Asiens und Afrikas verzeichnete der Konzern starke Zuwächse.

Für 2008 werde das Wachstum des bereinigten Umsatzes voraussichtlich am oberen Ende der angepeilten Spanne von drei bis fünf Prozent liegen, teilte der britisch-niederländische Konzern weiter mit. Sorgen über steigende Rohstoffpreise und ein sinkendes Verbrauchervertrauen trübten den Ausblick. Analysten bewerteten die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr als "ziemlich aggressiv". "Wir bleiben vorsichtig, was 2008 angeht", sagte Deutsche Bank Analyst John Parker.

Zudem kündigte Unilever an, im laufenden Jahr Aktien für mindestens 1,5 Mrd. Euro zurückkaufen zu wollen, was Anleger nicht erfreute. Die Aktien tendierten mehr als zwei Prozent im Minus. Unter dem Dach von Unilever sind rund 400 Marken vereinigt, darunter die Eiscreme Magnum, Knorr, Signal und Rama. Insgesamt kletterte der Umsatz im vierten Quartal um 6,1 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit 5,1 Prozent gerechnet.

Firmenchef Patrick Cescau betonte, das vierte Quartal sei ein starker Abschluss für ein gutes Jahr 2007 gewesen. Der Konzern sei zuversichtlich, die für 2010 angestrebte Umsatzrendite von mehr als 15 Prozent erreichen zu können, derzeit liegt sie bei 13,1 Prozent.

Wie andere Lebensmittelkonzerne hat auch Unilever die Preise angehoben und Kosten eingespart, um deutlich höhere Preise etwa für Milch und Getreide aufzufangen. Die beiden US-Rivalen Kraft und Kellogg hatten in der vergangenen Woche in Folge der gestiegenen Rohstoffkosten niedrigere Gewinne im vierten Quartal veröffentlicht.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterKöpfe

Keitel löst Thumann als BDI-Chef ab  Artikel in Merkliste

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bekommt eine neue Führung. Der bisherige Präsident des wichtigsten deutschen Wirtschaftsverbandes, Jürgen Thumann, hat am Donnerstag überraschend seinen Verzicht auf eine dritte Amtszeit angekündigt. Nun setzt der Verband große Hoffnungen auf Hans-Peter Keitel. Artikel


Anzeige