Unmut bei Scania
Überrollt von Volkswagen

Chefkultur trifft Konsensmodell: Seit der Wolfsburger VW-Konzern den Lkw-Bauer Scania übernommen hat, gibt es Spannungen. Schwedische Fonds fordern die Deutschen zur Mäßigung auf. Eine Entscheidung wurmt sie besonders.
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StockholmGegen einen Saab oder Volvo – und seien sie schrottreif – kommt ein Wagen aus dem Hause Volkswagen bei Schweden sowieso nicht an. Aber nun hat der deutsche Autokonzern auch noch ein anderes Problem. „VW missbraucht seine Macht“, lautet die Überschrift eines Debattenbeitrags den vier einflussreiche Fondsmanager am Freitag in der schwedischen Tageszeitung „Dagens Industri“ veröffentlicht haben.

Kern der Anklage ist, dass der deutsche Automobilkonzern als Mehrheitseigner der schwedischen Traditionsmarke Scania die schwedischen Benimmregeln der Unternehmensführung grob verletze. „Wir hoffen, dass Volkswagen erkennt, welchen Schaden man anrichtet, wenn man die Rechte der Minderheitsaktionäre und den Geist der Kooperation, der im schwedischen Modell der Unternehmensführung angelegt ist, ignoriert“, schreiben die beiden Frauen und Männer, die in den Führungsetagen von Fondgesellschaften sitzen, die große Aktienpakete bei dem Lkw-Hersteller besitzen.

Sie ärgern sich zum einen über die Besetzung des Scania-Vorstands: sieben der neun Mitglieder gelten als VW-treu. „Wir möchten, dass im Vorstand ein paar mehr Mitglieder vertreten sind, die die Interessen der schwedischen Minderheitsaktionäre vertreten“, so die Aktienchefin des Finanzdienstleisters Skandia, Caroline af Uggla, eine der Verfasserinnen zu Handelsblatt Online.

Außerdem wollen die Schweden bei der Benennung von Vorständen gefragt werden und fordern, dass das entsprechende Gremium, der Nominierungsausschuss, wieder eingesetzt wird.

Sonst bestehe die große Gefahr, dass „Volkswagens Führungsstil den Kritikern der Fusion Argumente liefert und schlimmstenfalls Schwedens Attraktivität als Standort für Beteiligungen gefährdet“, schreiben die Fondsmanager. Zusammen mit af Uggla haben ihn der Geschäftsführer eines der größten schwedischen Pensionsfonds AP, Mats Andersson, die Vizechefin des skandinavischen Fondriesen Robur, Marianna Nilsson und der Eigentümer des Aktienfonds AMF, Anders Oscarsson, unterzeichnet. Mit dem Debattenbeitrag geht der deutsch-schwedische Streit bei der VW-Tochter Scania in eine neue Runde.

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Konsens- versus Chef-Mentalität

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  • q Blecks.........wenn Sie nicht mehr zu bieten haben, als das was Sie zum Schluß abgeliefert haben, mangelt es Ihnen an geistig, politisch, wirtschaftlichen Erkenntnissen und sind somit ohne jegliches Fortune, und sollten sich von weiteren Kommentaren fern halten.............

  • Ich möchte Ihnen Ihre VW- Brille nicht abnehmen, aber fahren Sie mal ein paar Jahrzehnte lang Saab, Saurer oder Scania und Sie wissen, was die Wolfsburger (und die meisten andern) nie lernen werden oder verstehen wollen.

  • ..........@Blecks....... es motiviert mich, zu Ihrer Kritik an meinen letzten Kommentar, Ihnen ein paar Takte für den heutigen Tag und für die Zeit danach mit auf den Weg zu geben. Ich gehöre VW nicht an, bin auch nicht arrogant und bin auch nicht überheblich. Nur so viel.
    Die heutige Zeit und auch schon die Zeit weit zurückdenkend läßt keine Gefühlsduselei mehr zu. Ich denke, daß Sie sich in dieser Phase befinden und können nicht verstehen, wie der heutige, und harte Ablauf des Wirtschaftsablaufs auszusehen hat. Schauen Sie sich nur einmal die Handlungsweise von GM gegenüber Opel an. Wie dort in den USA über Menschen hier (Bochum und in anderen Werken) abgeurteilt wird. Sie sollen nach Hause gehen, heißt es. Das Werk Bochum wird geschlossen punkt. Will Ihnen nur vor Augen führen was andere machen und was VW in Schweden als Eigentümer selbstverständlich aus seiner neuen Tochter Scania machen kann und auch will. Dort wird nicht wie bei Opel Personal entlassen, sondern die Marke in den LKW-Konzern integriert. Das ist doch in Ordnung.
    Und schauen Sie sich VW heute an. Setzen Sie sich in ein PKW-Modell und anschließend in einen von MB oder BMW. Wo ist der Unterschied? Die Leistung dieser Truppe in Wolfsburg bis heute ist aussergewöhnlich. Schauen Sie sich den Dax an, der Kurs an der Börse drückt die Qualität der Marke VW + Töchter doch aus, nicht wahr. Also mein Freund, Augen auf, keine Gefühlsduselei und sagen was Sache ist. Das VW der Ausdruck hoher Ingenieurkunst und klugem kaufmännischen Denkens ist. Es ist ein Halleluja innerhalb des deutschen Wirtschaftssystems, und einfach großartig bis heute geführt und Vorbild für alle..............

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