Unregelmäßigkeiten
Bafin prüft VW-Porsche-Deal

Mit der Porsche-Übernahme überraschte VW die Aktienmärkte. Nun wirft die Finanzaufsicht einen Blick auf das Geschäft. Bisher soll es sich aber um eine reine Routineprüfung handeln.
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Bonn/Wolfsburg/StuttgartDie frühzeitige Übernahme der restlichen Porsche-Anteile durch Volkswagen hat die Finanzaufsicht auf den Plan gerufen - ein förmliches Verfahren zu dem Deal ist aber bisher nicht beschlossen. „Ob eine tiefergehende Untersuchung erfolgen muss, wird derzeit geprüft“, hieß es am Montag aus der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Bonn.

Die Behörde betonte, dass es sich zum jetzigen Zeitpunkt noch um eine relativ häufig vorkommende Vorabanalyse handele. „Man muss erst einmal den Sachverhalt eruieren und herausfinden, ob möglicherweise gegen wertpapierhandelsrechtliche Richtlinien verstoßen wurde“, erklärte eine Sprecherin. Nach Medienberichten soll es dabei um die Frage gehen, ob VW den am vergangenen Mittwochabend angekündigten Aktienkauf im Wert von 4,46 Milliarden Euro zur Übernahme der übrigen 50,1 Prozent der Porsche AG zu spät mitgeteilt haben könnte.

In zwei bis drei Wochen will die Bafin entscheiden, ob sie das Geschehen genauer unter die Lupe nimmt. „Diese Zeitspanne hängt mit der Komplexität des Sachverhalts zusammen. Wir schauen, ob es Ansatzpunkte etwa für Insiderhandel oder Marktmanipulation gibt.“

Ein VW-Sprecher sagte, beide Seiten hätten bereits Kontakt aufgenommen. Die laufende Vorprüfung sei jedoch ein „routinemäßiger Vorgang“. Bei der Bekanntgabe des Milliardengeschäfts seien sämtliche Pflichten und Fristen eingehalten worden: „Selbstverständlich sind für Volkswagen die wertpapierhandelsrechtlichen Vorschriften stets die Basis für die Kommunikation zu den Kapitalmärkten.“

Details wollten der Konzern und die Aufseher mit Blick auf die laufenden Gespräche nicht nennen. Die Behörde machte keine Angaben dazu, ob sie auf Basis einer Beschwerde oder eigener Beobachtungen aktiv wurde: „Die Bafin speist sich da aus vielerlei Quellen.“

Vor dem Braunschweiger Landgericht laufen derzeit mehrere Verfahren, in denen Investoren im Zusammenhang mit dem Übernahmekampf zwischen Porsche und Volkswagen 2008 Schadenersatz wegen angeblicher Marktmanipulation verlangen. Sie argumentieren, dass ihnen durch irreführende Pressemitteilungen Kursgewinne entgangen seien.

Die Frage, ob börsennotierte Unternehmen marktrelevante Informationen erst bei formalen Beschlüssen oder schon bei einem absehbar starken Einfluss auf die Aktienmärkte veröffentlichen müssen, hatte zuletzt auch den Europäischen Gerichtshof beschäftigt. In einem jahrelangen Rechtsstreit über den spektakulären Abgang von Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp 2005 hatten die Luxemburger Richter am 28. Juni das Recht von Anlegern auf bessere Auskünfte erweitert.

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Guten Abend,
    ich hatte eine Druckerei in Augsburg zuletzt
    bis zu 21 beschäftigte.

    Ich habe erfahren das MAN-Roland Kunkurs gemacht hat.
    Mich würde interessieren ob MAN-Roland noch
    die Original-Patente hat.

    Denn ab dem Druckformat Din A 2 sind diese Maschinen SPITZE.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erich Ludwig Fischer aus Krefeld

  • Ich glaube VW sichert unseren Standort BRD.
    Ich glaube Schäuble wollte zuviel HABEN.

    deswegen DANKE an VW

    Mit freundlichen Grüssen

    Erich Ludwig Fischer

  • Was wil die BaFin ???
    Die BaFin hat bisher nicht viel gezeigt, außer wenn Sie einmal in den Gazetten auftaucht. Die hat die strumkturel-len Gegebenheiten verpasst. Vielmehr als auf die entmündigten Bürger als Beruhigungspille darzustehen, zu mehr ist die nicht gedacht. Die Bafin ist der ZB unterstellt und somit fehle es der BaFin an Kompetenzen. Die BaFin ist also ein zahloser Tiger, worüber man nur lachen kann. Was will die BaFin überhaupt ? Herrn Dr. Piech Paroli bieten ? Da muss schon ein anderers Kaliber her, als was sich die BaFin bisher darstellt. Herr Dr. Piech wird insgeheim Schmunzeln über die angezeigten "Aktivitäten" der BaFin. Das ist wie mit der Finanzagentur des Bundes. Diese kann/konnte auch nicht die Libor-Schmierereien der großen Banken durchschauen, genauso wenig die "Bundesbank". Aber die SEC hat dort schon einiges erreicht. Es lebe nach Heinrich Heine: "Deutschland ein Wintermärchen". Merkwürdig, dass sich die Geschichte wiederholt !!!

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