Unrentable Teile werden abgegeben: Lanxess fasst Kunststoff-Produktion zusammen

Unrentable Teile werden abgegeben
Lanxess fasst Kunststoff-Produktion zusammen

Der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess sieht erste Erfolge seines Umstrukturierungsprogramms. Insbesondere beim Stopfen der beiden größten Verlustlöcher Styrenics Resins (u.a. ABS-Kunststoffe) und Feinchemie gebe es große Fortschritte, sagte Lanxess-Chef Axel Heitmann dem Handelsblatt.

LEVERKUSEN. Bei der Ausgliederung der Chemie- und Polymersparte des Bayer-Konzerns hatte Lanxess im Jahr 2005 unter anderem diese beiden ehemals großen Verlustbringer von Bayer als Mitgift erhalten.

Durch die Ausgliederung der Feinchemie in die Neugründung "Saltigo" will Heitmann mehr oder weniger ein Problem auf die gleiche Art lösen wie seinerzeit Bayer selbst. Saltigo kann mit Abschluss der Ausgliederung, die für April erwartet wird, mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar dieses Jahres die Geschäftstätigkeit aufnehmen und will seinen erwarteten Umsatz von rund 500 Millionen Euro zu 90 Prozent mit kundenspezifischen Angeboten vor allem für die Pharmaindustrie erwirtschaften.

Die Geschäftsaktivitäten rund um die ABS-Kunststoffe, die als Vorprodukte vor allem im Automobilbau und bei Haushaltsgeräten benötigt werden, will Lanxess in den drei großen Regionen Europa, Amerika und Asien jeweils zusammenfassen, wie Heitmann sagte. In den USA wird die Produktion für den gesamten süd- und nordamerikanischen Markt in Addyston (US-Bundesstaat Ohio) zusammengefasst. In Europa wird die ABS-Kunststoffproduktion im spanischen Tarragona konzentriert. Wie Heitmann weiter erklärte, habe das Management in Indien und Thailand, wo auch große Anlagen gefahren werden, zudem den Auftrag erhalten, "ebenfalls substantielle Beiträge zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit" zu erbringen. Ziel ist es, für jede der drei großen Regionen jeweils eine zentrale ABS-Kunststoffproduktion zu betreiben.

"Das ist Teil unseres Strategiewechsels", sagte Heitmann. "Wir geben damit ganz bewusst unprofitable Teile unseres Umsatzes ab." Die Lage auf den Weltmärkten für ABS-Kunststoffe bezeichnete Heitmann als außerordentlich schwierig. Zwar habe schon zu Bayer-Zeiten dieser Bereich weltweit eine führende Stellung gehalten, man sei aber nie in der Lage gewesen, daraus ein profitables Geschäft zu machen. "Zudem drängen große Wettbewerber aus China in die amerikanischen und europäischen Märkte."

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