Unsicherheit wächst
China vermiest EU-Firmen das Geschäft

Die Unsicherheit im Umgang mit Chinas Behörden, Kostendruck und Marktbarrieren führen offenbar dazu, dass etliche EU-Unternehmen mit dem Standort China hadern. Als alarmierend bezeichnet das die EU-Handelskammer.
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LanzhouDie europäische Wirtschaft sieht die Lage in China zunehmend kritisch. Eine Mehrheit der Unternehmen vor Ort wirft der Regierung in Peking vor, mit der Marktöffnung nicht so schnell voranzukommen wie versprochen – und zeigen sich angesichts ihrer Milliardeninvestitionen enttäuscht von dieser Entwicklung. Das geht aus einer neuen Studie zur Lage europäischer Unternehmen in China vor. „Geplante Investitionen könnten in andere Märkte umgeleitet werden“, warnt Davide Cucino, Präsident der EU-Handelskammer in Peking.

Die Einschätzung der EU-Kammer hat Gewicht: Mit Driektinvestitionen in Höhe von knapp fünf Milliarden Euro im Jahr tragen die europäischen Unternehmen am meisten zur chinesischen Entwicklung bei. Die USA kommen lediglich auf die Hälfte dieser Summe. Doch viele Firmen sehen inzwischen auch Alternativen zum Gang ins Reich der Mitte. „Europäische Unternehmen sind frustriert, weil ihnen wegen Markthemmnissen erhebliche Chancen entgehen“, urteilt die Studie. Mehr als ein Fünftel der Umfrageteilnehmer erwägt sogar, wieder aus China abzuwander. „Das kann sich signifikant auf das Wachstum des Landes auswirken“, so die Experten der EU-Kammer und Roland Berger.

Die Liste der Sorgen ist lang. Deutsche Unternehmen sind in China zwar traditionell sehr stark vertreten und verstehen es im Allgemeinen, ihre Probleme zu lösen. Doch selbst die erfolgreichsten Teilnehmer am Boom hadern weiterhin mit der chinesischen Haltung gegenüber den Geschäftspartnern: Die Ausländer sollen zwar Arbeitsplätze schaffen und ihre Geschäftsgeheimnisse weitergeben –  doch der Staat behandelt sich nach eigener Wahrnehmung nicht gerecht.

Auch die deutsche Autoindustrie gehört zu den Problembranchen. Selbst dreißig Jahre nach der Öffnung des Landes sind die Anbieter gezwungen, Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Unternehmen einzugehen. Volkswagen musste erst kürzlich seinen Vertrag zur Zusammenarbeit mit dem First Auto Works (FAW) aus Changchun verlängern – Laufzeit: 25 Jahre. In der Branche ist unterdessen bekannt, dass es bei der Zusammenarbeit mit FAW knirscht. Doch einen Rückzug lassen die Verhältnisse nicht zu. So läuft das riesige Programm zur Heranbildung einer eigenständigen chinesischen Autoindustrie weiter und weiter.

Auch andere wichtige Branchen haben in China mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Versicherungswirtschaft beispielsweise leidet unter der chinesischen Politik, den Markteintritt der Ausländer so lange zu verzögern, bis die eigenen Firmen eine dominierende Position aufgebaut haben. Die Ergo-Gruppe aus Düsseldorf hat im April einen neuen Anlauf genommen und ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem Staatsbetrieb gegründet. Weil die chinesische Seite mit ständig neuen Forderungen gekommen war, hatten die Verhandlungen sich zwei Jahre hingezogen.

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  • Was macht "unsere" Generation (von Kapitalisten) denn anders?

  • Mag ja sein, dass früher viele Pöse waren... aber was hat unsere Generation damit zu tun?

  • WTO 2001 ist richtig

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