Unter Analystenerwartungen
Kraft Foods bekräftigt seine Prognosen

Der US-Lebensmittelkonzern rechnet für das dritte Quartal mit einem Ergebnis, das hinter den Markterwartungen zurück bleiben dürfte. Höhere Ausgaben für Marketing und Promotion dürften das Quartalsergebnis belasten.

HB NEW YORK. Das Ergebnis je Aktie werde im laufenden Geschäftsjahr 2,00 bis 2,05 $ etragen, teilte der Nahrungsmittelkonzern am Donnerstag mit. Das Volumenwachstum werde rund zwei Prozent betragen. Auch für das dritte Quartal gab Kraft Foods einen Ausblick. So werde das Ergebnis bei 0,45 bis 0,47 $ erwartet. Das Unternehmen begründete diesen ungewöhnlichen Schritt mit einer Reihe von Zusatzposten, die das Ergebnis der zweiten Jahreshälfte beeinflussen würden.

Kraft plant für das zweite Halbjahr Marketingsausgaben von mehr als 200 Mill.$ für die Bereiche Keks, Kaffee, Aufschnitt und Käse.

Die Prognose von Kraft für das dritte Quartal lag unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten mit einem durchschnittlichen Gewinn von 0,49 $ je Aktie gerechnet. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Analysten im Durchschnitt 2,02 $ je Aktie und damit einen Gewinn auf Vorjahreshöhe. Im dritten Quartal 2002 lag das Kraft-Ergebnis bei 0,50 $ je Aktie.

Kraft-Aktien notierten gegen Mittag an der Wall Street mit mehr als einem Prozent im Minus bei 29,48 Dollar.

Der Lebensmittelkonzern hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als er wenigen Wochen ankündigte, seine Fertig-Verpflegung an amerikanischen Schulen umzustellen und sie dort auch künftig nicht mehr bewerben. So sollten unter anderem die Portionsgrößen der Fertigmahlzeiten verkleinert und der Fett- und Kaloriengehalt einiger Lebensmittel reduziert werden.

Kraft Foods reagiert damit darauf, dass viele Amerikaner zunehmend wegen ihres Übergewichts besorgt sind, und versucht, sich gegen potenzielle Sammelklagen zu wappnen. Nach Zahlen des Wellness International Networks ist in Amerika bereits jedes vierte Kind übergewichtig, bei den Erwachsenen sind es 80 %. Viele Bürger geben Lebensmittelkonzernen und Fast-Food-Ketten die Schuld an ihrem Übergewicht und den daraus resultierenden Gesundheitsproblemen. So hat die Fast- Food-Kette McDonald s bereits eine entsprechende Sammelklage am Hals.

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