Unter eigener Führung
Pischetsrieder werkelt am Lkw-Riesen

Volkswagen plant laut Medienberichten einen neuen Lastwagen-Riesenkonzern unter eigener Führung. VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder strebt demnach die Anteilsmehrheit und den Aufsichtsratsvorsitz an. Nach dem Einstieg bei MAN habe er seinen Plan für eine Dreier-Fusion mit Scania fertig gestellt, heißt es in Presseberichten.

HB FRANKFURT/MAIN. Als Übergangslösung solle zunächst ein paritätisch besetztes Synergieteam mit Vertretern von Scania, VW und MAN eingerichtet werden, das zunächst klären soll, welche Gemeinschaftsprojekte sofort realisiert werden können, wie die Nachrichtenmagazine „Der Spiegel“ und „Focus“ übereinstimmend berichten.

Später solle aus MAN, Scania und der Lastwagenproduktion von VW ein neuer Konzern entstehen. Pischetsrieder selbst wolle die Anteilsmehrheit von 51 Prozent behalten und als Aufsichtsratsvorsitzender fungieren. Scania-Chef Leif Östling soll bereits Zustimmung signalisiert haben, MAN-Chef Hakan Samuelsson lehne den Plan dagegen ab.

Pischetsrieder will seine Pläne am Montag auf einer Analystenkonferenz erläutern. Nachdem VW größter Anteilseigner bei beiden Lkw-Herstellern ist, kann der Wolfsburger Konzern die Spielregeln des Zusammenschlusses diktieren und sein brasilianisches Lkw-Geschäft mit einbringen. Scania-Großaktionär Volkswagen hatte am Mittwoch 15 Prozent der MAN-Aktien übernommen und „eine freundliche und gemeinsam erarbeitete Lösung zur Erreichung maximaler Synergien“ gefordert.

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