Unter Logo der GM-Tochter Holden
Opel kehrt nach Australien zurück

Opel hatte sich schon von Australien verabschiedet. Zu hoch war der Aufwand, die Massenmodelle zu liefern, zu gering der Ertrag. Doch nun startet Opel einen neuen Versuch. Und drängt mit einem Trick zurück auf den Markt.
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FrankfurtEs war im vergangenen August, als Opel wieder einmal heftig Prügel einstecken musste. Aus Australien werde man sich mit der Marke Opel zurückziehen. Dem Markt, in dem man erst ein Jahr vorher mit großen Erwartungen gestartet war. Keine 1000 Fahrzeuge waren damals im ersten Halbjahr verkauft worden, hieß es. Mehr als doppelt soviele hätten es sein sollen, so die Planungen. Dass den Australiern – der Markt dort ist hart umkämpft – die Autos schlicht zu teuer waren, schrieb die Presse vor Ort.

Jetzt kommt es zur Rückkehr – quasi durch die Hintertür. Ab dem kommenden Jahr wird es wieder Opels in Australien und auch in Neuseeland zu kaufen geben. Allerdings unter dem Logo der dort bestens bekannten GM-Tochter Holden. „Wir nutzen die Kanäle der etablierten Marke Holden“, sagt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann im Gespräch mit Handelsblatt Online. Jüngst ließ er die neue Strategie bei der Mutter General Motors in Detroit absegnen.

Nun ist Holden in Australien eine große Nummer. Mit 112.000 Fahrzeugen, verkauft von mehr als 233 Händlern war die Marke im vergangenen Jahr die Nummer zwei auf dem fünften Kontinent. Der Marktanteil lag bei knapp 10 Prozent. In Neuseeland wurden 11.700 Autos verkauft, was sogar noch einen leicht besseren Marktanteil als in Australien einbrachte.


Holden selbst hat aber das gleiche Problem wie alle anderen Autobauer in Australien. Die Fertigung dort gilt als teuer und kaum rentabel. Der hohe Kurs des australischen Dollar belastet zudem. Deswegen hat beispielsweise der Rivale Ford vor gut einem Jahr angekündigt, die Produktion in Australien 2016 einzustellen. Holden folgte kurz vor dem Jahreswechsel mit einer ähnlich lautenden Ankündigung für das Jahr 2017. 3000 Mitarbeiter sollen ihren Job dort verlieren. Und auch der japanische Autobauer Toyota, der sonst der einzig verbliebene Hersteller wäre, der dort noch Autos selbst bauen würde, will diesen Schritt gehen.

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